#442: Kuriose Todesmeldung von König Charles: Menschlicher Fehler oder Lücke im Internen Kontrollsystem?

#442: Kuriose Todesmeldung von König Charles: Menschlicher Fehler oder Lücke im Internen Kontrollsystem?

#442: Kuriose Todesmeldung von König Charles: Menschlicher Fehler oder Lücke im Internen Kontrollsystem?

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[00:00:19] Hallo und herzlich willkommen zu Ihrem Podcast interne Revision souverän, kollegial und wirksam.
[00:00:25] Hier ist Silvia Puhani und ich freue mich dass Sie jetzt wieder dabei sind!
[00:00:29] Heute geht es um eine kuriose Falschmeldung zum Tod von König Charles III.
[00:00:36] Nach Presseangaben war es ein menschlicher Fehler der zu dieser Falsschmeldungen geführt hat.
[00:00:42] Ich habe heute zwei Artikel für sie Erstens einen vom Stern, der ähnlich auch bei der BBC zu finden ist und zweitens den offiziellen
[00:00:51] Report
[00:00:52] des britischen Rundfunkrats zu diesem Vorfall.
[00:00:55] Die Links finden Sie in den Show-Notes.
[00:00:58] Mich als Internerevisorin haben natürlich die Ursachen dieser Falschmeldung interessiert – und wenn sie jetzt genau hinhören, dann werden sie auch erkennen wo die eigentlichen Ursachen liegen!
[00:01:10] Aber hören
[00:01:11] Sie selbst….
[00:01:13] Als erstes ist der Artikel aus dem Stern vom zehnten August zwanzig sechsundzwanzig von sechzehn Uhr sechsundzwanzig.
[00:01:20] Der hat den Titel versehentlich Tod des Königs gemeldet,
[00:01:25] Sender verstieß
[00:01:26] gegen Regeln.
[00:01:28] Los geht’s!
[00:01:29] Ein britischer Radiosender hatte vor Wochen den Tod von König Charles III.
[00:01:33] vermeldet.
[00:01:35] Jetzt stellte der Rundfunkrat fest es wurden grundlegende Fehler begangen.
[00:01:39] Ein britischer Lokal-Radiosender hatte im Mai versehentlich eine Falschmeldung über den angeblichen Tod von König Charles III.
[00:01:47] gesendet und anschließend gegen Regeln des britischen Rundfunkrats verstoßen.
[00:01:53] Es handele sich um eine sehr schwerwiegende Ungenauigkeit, zudem sei nach der Falsschmeldungen sehr viel Zeit bis zu einer Korrektur verstrichen rügte der Rundfundgrad am Montag.
[00:02:04] Der Sender Radio Caroline
[00:02:06] hatte in Mai eine Ansage verbreitet dass das Programm als Zeichen des Respekts nach dem Tod seiner Majestät König
[00:02:13] Charles
[00:02:14] III.
[00:02:15] bis auf Weiteres unterbrochen werde.
[00:02:18] Anschließend wurde die Nationalhymne abgespielt, gefolgt von rund sechzehn Minuten vollständiger Stille.
[00:02:25] Dann ging zunächst das normale Programm weiter bevor ein Moderator sich schließlich dreißig Minuten nach der irrtümlichen Todesnachricht
[00:02:32] im Namen des Senders
[00:02:34] entschuldigte.
[00:02:35] Der Sender habe gegen die grundlegende Regel verstoßen, wonach Nachrichtenberichte sachlich richtig und unparteiisch sein müssen“, erklärte der Rundfunkrat.
[00:02:44] Eine weitere von dem Sender gebrochene Regelschreibe zu dem vor, das Fehler umgehend eingestanden und korrigiert werden mussten.
[00:02:52] Wie Vertreter des
[00:02:53] Senders den
[00:02:54] Rundfundgrat schilderten hatte ein Mitarbeiter während einer laufenden Sendung den Studiokomputer gewartet, während er eigentliche Moderator aus
[00:03:02] dem Homeoffice
[00:03:03] arbeitete.
[00:03:04] Aus Neugier habe der Mitarbeiter die für den Fall der Fälle vorab aufgezeichnete Mitteilung über den Tod des Königs abgespielt, die dann automatisch das Programm stoppte und über den Äther lief.
[00:03:17] Daraufhin sei der Mitarbeiter in Panik geraten und habe das Studio verlassen.
[00:03:22] Der im Homeoffice
[00:03:23] arbeitende Moderator der laufenden Sendung habe den Fehler zunächst nicht bemerkt und gedacht dass er weiter auf Sendung
[00:03:30] sei.
[00:03:31] Zudem habe er seinen Telefon nicht ständig kontrolliert und daher nicht gesehen, dass bereits Anrufe aufmerksamer Hörereingängen die den Fehler bemerkt
[00:03:40] hatten.
[00:03:41] Laut Radio Caroline
[00:03:42] wurde der verantwortliche Mitarbeiter gerübt und hat sich entschuldigt – Die vorauf gezeichnete Meldung
[00:03:48] über den Tod
[00:03:49] des Monarchen sei vom Studio-Computer gelöscht worden.
[00:03:53] So weit zu diesem Artikel!
[00:03:55] Jetzt kommt der Bericht des britischen Rundfunkrats mit dem Namen OFCOM den ich mir ergoogelt
[00:04:02] habe
[00:04:03] in Ostzügen.
[00:04:04] Finden Sie also die Abweichung in der Fehlerursache?
[00:04:09] Los geht’s!
[00:04:31] Ofcom received two complaints about the broadcast
[00:04:34] of an announcement
[00:04:36] reporting
[00:04:36] that
[00:04:36] King Charles III had died.
[00:04:39] At fourteen o five a music track was interrupted by following statements This is Radio Caroline, we have suspended our normal programs until further notice as mark of respect.
[00:04:52] following passing his majesty king charles III.
[00:04:56] this is radio caroline.
[00:04:58] His Majesty, King Charles
[00:05:00] III.,
[00:05:00] has passed away.
[00:05:02] As a mark of respect we
[00:05:03] will now be
[00:05:04] playing suitable continuous music
[00:05:06] until
[00:05:06] further
[00:05:07] notice.“.
[00:05:08] This is Radio Caroline.
[00:05:11] The news media has confirmed that his majesty king charles the third has passed way
[00:05:16] Consequently
[00:05:17] as a Mark of Respect.
[00:05:18] radio caroline is suspending its
[00:05:21] normal
[00:05:21] programs.
[00:05:23] Der National Anthem war dann gespielt, bevor der zweite Statement überwiesen wurde.
[00:05:29] Dies wurde von ca.
[00:05:31] um die neunzehnte Sekunde vor der regularen Programme gestorben worden.
[00:05:35] Durch den Fall, in dem Radio Caroline verabschiedet ist,
[00:05:40] dass DAB Plus-Listener
[00:05:41] während dieser Zeit eine Silenz hörten und AM-Radio-Listinnen immer weiter Musik hören.
[00:05:48] At approximately fourteen
[00:05:50] thirty-five
[00:05:51] the presenter apologized for their error saying, I’ve just been informed that we played in errors some information a little earlier.I didn’t hear this myself
[00:06:01] but it is incorrect!
[00:06:03] It’s technical issue and of course we
[00:06:05] apologize.“.
[00:06:07] We considered that content raised potential issues under following rules Rule five point
[00:06:14] one.
[00:06:16] News in whatever form must be reported with due accuracy and presented with due impartiality.
[00:06:24] Rule five-point two.
[00:06:26] Significant mistakes in news should normally
[00:06:29] be acknowledged,
[00:06:30] corrected on air quickly.
[00:06:33] Corrections should be appropriately scheduled.
[00:06:36] Ofcom
[00:06:37] requested comments from the licensee.
[00:06:41] Die Verwaltung hat gesagt, dass der Präsentant die Programme remote zu
[00:06:47] den Playout-Computern
[00:06:49] in dem Main Studio gestritten war als eine komische Praxis für die Station.
[00:06:52] Währenddessen
[00:06:54] hat
[00:06:54] ein Mitglied des Staffel
[00:06:56] auf dem Studio Computer die
[00:06:59] drei Soundfile, welche vorgenommen wurden, im Event des Todes von King Charles III verwendet werden.
[00:07:07] Die Licensee hat erklärt, dass diese Files mit ein paar strikt Instruktionen zu Präsentoren und Managern verabschiedet sind.
[00:07:16] Aber aus der Interessanz
[00:07:18] kamen
[00:07:18] die Mitglieder des Staffel auf die Files, die den Stream von dem Präsenter-Remote-Lokation stoppen und die File an Aire bauten.
[00:07:29] Als das Individuum realisiert wurde, haben die Licensees gesagt, sie stoppen die Filen und dann panikt und lief die Prämisse.
[00:07:38] Als der Präsentor’s remote Stream stoppt, wurde das Broadcast dann
[00:07:43] auf DAB+,
[00:07:45] mit AM-Listenern ein Backup-Broadcast von Continuous Music zu hören.
[00:07:50] Radio Caroline sagte, dass der Remote-Präsenter
[00:07:53] nicht
[00:07:54] verstanden ist, dass sie aus dem Wasser gegangen
[00:07:57] sind, bevor sie den Output durch eine Internetmonitore monitorieren.
[00:08:01] Die Verwaltung hat gesagt, der Stationsdirektor
[00:08:03] war die Am-Output von den Stations und
[00:08:06] war auf Anruf, als der unabhängige Ermittlung wurde veröffentlicht.
[00:08:11] Als er aufhörte, hat er gemerkt, dass
[00:08:13] das Output
[00:08:14] ein weiteres Musik war, sondern eher als das geschehenen Programm, und der Station Ingenieur, der schon bewusst geworden ist und
[00:08:22] investiert
[00:08:24] wurde, und das korrekt Programm zu resumen konnte.
[00:08:28] The licensee advised that the engineer contacted the presenter to find out whether he was aware of what had happened and to advise him, if it was
[00:08:37] off air.
[00:08:38] It said this took some time as the presenter thinking they were on Air was not actively monitoring their phone.
[00:08:46] Die Licensee sagte, dass folgendes Staffel darüber diskutiert haben, wie und wann er für das Erste verabschiedet wurde, bevor der Präsentator den Anwalt zu
[00:08:55] einer
[00:08:56] besuchungsvollen Zeit möglich war.
[00:08:58] Die Licencee sagte dann, sie seien die Bedeutung sehr seriös gemacht
[00:09:02] worden und viele Aktivitäten
[00:09:03] waren in diesen mindestens dreieinzehnten Minuten auf die Apologie
[00:09:07] gedreht,
[00:09:08] sodass sie realistisch so schnell als möglich agiert wurden.
[00:09:12] Radio Caroline advised that the individual who played these files had been reprimanded and had apologised, in order to prevent a recurrence of this issue it had removed relevant files from the desktop on the studio PC
[00:09:27] and stored an external
[00:09:29] drive for access only when necessary.
[00:09:32] It also said its presenters & support staff had be reminded.
[00:10:05] Die Regelungen und die Erläuterung erspare ich Ihnen jetzt mal.
[00:10:09] Deswegen
[00:10:10] sind wir jetzt
[00:10:11] mit dem Bericht des Rundfunkrats.
[00:10:13] aufkommen für diesen Podcast erst mal durch.
[00:10:16] Tja, also was soll man dazu sagen?
[00:10:19] Auf den ersten Blick scheint ja alles ganz einfach zu sein – ein Mitarbeiter hat aus purer Neugier eine Datei abgespielt!
[00:10:26] Er wurde gerügt, er hat sich entschuldigt und die Welt scheint wieder in Ordnung zu sein….
[00:10:31] Doch was sagen sie als interne Revisorinnen und interne Revisoren?
[00:10:35] Lagt das Problem ursächlich an der Neugier des Mitarbeitenden, der die Technik gewartet
[00:10:40] hat?
[00:10:41] Oder hatte die Ablauforganisation des Senders Radio
[00:10:44] Caroline
[00:10:45] etwas damit zu tun.
[00:10:47] Wir lassen jetzt erstmal das mit dem mobilen Arbeiten beiseite.
[00:10:51] Das hat mich zwar auch überrascht dass soetwas bei einem Radiosender möglich ist aber das ist jetzt nicht das Problem von dem ich hier sprechen möchte.
[00:10:59] Beim Rest – das haben sie gemerkt oder Sie haben es
[00:11:02] gehört
[00:11:03] Leider ist eben die Presse viel zu schnell auf das menschliche Versagen und die Neugier des Mitarbeitenden gesprungen.
[00:11:10] Das war aber nicht der alleinige Grund für dieses Problem, wenn man den Bericht gelesen hat – die Regelung war das Problem!
[00:11:17] Aber nochmal von vorne… Für den Fall dass der britische Monarch verstirbt haben britische Radiosender und bestimmt auch alle anderen Medien bereits vor gefertigte Dateien sowie auch bei uns für berühmte Schauspieler, Sportler, Politiker oder Personen des öffentlichen Interesses.
[00:11:34] Das ist überhaupt nicht das Problem
[00:11:35] – das kann man machen!
[00:11:37] Und für den Einsatz dieser Datei gibt es strikte Regeln so in diesem Fall.
[00:11:43] Der Radiosender erklärte that these files
[00:11:46] are accompanied with a set of strict instructions
[00:11:49] to presenters and
[00:11:50] managers But out of curiosity, the
[00:11:55] member
[00:11:56] of staff played the files which stopped a stream from the presenter’s remote location and broadcasted the files on air.
[00:12:04] Jetzt haben sie es gemerkt!
[00:12:06] Oder?
[00:12:07] Die strikten Regeln galten nur für die Presenter und für die Manager.
[00:12:13] Die Person, die jedoch angeblich aus Neugier die Datei abspielte war ein IT-ler jemand, der das System technisch gewartet hat.
[00:12:23] Vielleicht ein Administrator vielleicht auch nur einen Azubi der langweilige Routineaufgaben zu erfüllen hatte.
[00:12:30] Und dabei sollten wir noch was bedenken.
[00:12:32] Der Radiosender stammt aus den sechziger Jahren.
[00:12:35] Monaten gab es da schon lange Computerdateien die das Ableben des Monarchens verkünden jedoch nicht.
[00:12:42] Kann es sein dass diese strikten Regeln
[00:12:44] nur für die
[00:12:45] Presenter und Manager galten?
[00:12:47] Es würde ja Sinn machen.
[00:12:49] Damals gab es ja noch gar keine IT, damals war das Ganze wahrscheinlich irgendein Stück Papier, das in irgendeinen Umschlag war.
[00:12:57] Dann ist alles digitalisiert worden – dann hat man vielleicht vergessen, dass diese Regelung auch für die IT zu gelten hat!
[00:13:07] Dann wäre aber der ITler ganz und gar zu unrechtgemaßregelt geworden….
[00:13:12] Und das stört mich, dass der Berichte-Offcom hier nicht detailliert genug ist.
[00:13:16] Die haben im Prinzip nur den Radiosender um eine Stellungnahme gebeten und haben dann die Stellungnahmen abgeschrieben und in ihren Bericht reingepackt.
[00:13:25] Hier finde
[00:13:26] ich
[00:13:26] hätte man nochmal nachfragen müssen!
[00:13:29] Ja und jetzt komme ich auch schon zu meinem Fazit für die internere Vision.
[00:13:33] Wenn ich ein Vorstand oder ein Geschäftsführer wäre würde mich nicht das offensichtliche Thema sondern die dahinter liegende Ursache interessieren, damit ein Wiederholungsfall auch wirklich verhindert werden kann.
[00:13:46] Denn dieser eine Mitarbeiter der ist nun gerügt und das würde eine Wiederholung aber überhaupt nicht verhindern.
[00:13:53] Zusätzlich wurde ja noch die Datei entfernt so dass sie nicht mehr einfach so abgespielt werden kann –
[00:13:58] okay!
[00:13:59] Interessant wäre aber nun wo sie aufbewahrt und aktuell gehalten wird?
[00:14:04] Würde ihr Einsatz zukünftig funktionieren?
[00:14:07] Gut, die Regelungen wurden anscheinend auch auf die IT erweitert.
[00:14:11] Zumindest wurde Janan dann auch gesagt dass sie erinnert wurden das diese Regeln
[00:14:16] gelten?
[00:14:16] Dann nehme ich mal an dass sie auch angepasst wurden.
[00:14:19] Aber wer hat jetzt diese Datei im Zugriff und wie schnell ist sie zur Hand und einsatzfähig?
[00:14:24] weil die arbeiten ja alle im Home Office.
[00:14:26] Wie machen die das denn?
[00:14:28] Und Sie merken schon eine Frage.
[00:14:30] Er gibt die nächste Frage aber Das ist nunmal so in der internen Revision.
[00:14:35] Dieser Fall zeigt aber auch ganz deutlich, wie wichtig es ist sich mit den Originalquellen zu beschäftigen.
[00:14:41] Aus den KI-Zusammenfassungen der Google Ergebnisse ist dieser Podcast nicht entstanden – da sind nämlich diese Feinheiten die aber so ausschlaggebend für das Prüfungsergebnis
[00:14:53] sind
[00:14:54] vollkommen untergegangen!
[00:14:56] In der KI-Zusammenfassung stand das drin, was die meisten Medien geschrieben haben – Die
[00:15:01] BBC,
[00:15:02] Unterstern und viele andere Artikel auch noch.
[00:15:05] Den Unterschied habe ich erst erkannt als ich den Originalbericht hatte von dieser Aufkommen.
[00:15:13] Also bemühen Sie sich, nach Möglichkeit immer die Originalquellen zu benutzen und gehen sie in Ihren Prüfungen und Berichten nicht nur auf das Symptom und die einfachste Lösungsmöglichkeit ein wie zum Beispiel einen Mitarbeiter abzumahnen und dann die Datei vom Server zu nehmen.
[00:15:31] Gehen Sie stattdessen den Ursachen und den dahinter liegenden Problemen auf dem Grund?
[00:15:35] Ich weiß dass es viel länger dauert Es ist aber die effektivste Möglichkeit, das ursächliche Problem zu erkennen und auch anzugehen.
[00:16:04] Wenn Sie mir was mitteilen wollen, dann schreiben sie mir gerne eine Mail an infoetpochani.com oder nutzen das Kontaktformular auf meiner Webpage.
[00:16:12] Wie Sie wissen brauchen Sie dort keine absente Mailadresse eintragen und das Ganze kommt bei mir zu hundert Prozent an Dann kann ich Ihnen aber auch nicht antworten.
[00:16:21] Wenn Ihnen der Podcast gefällt, machen Sie gerne Werbung dafür.
[00:16:24] Denn wir alle profitieren davon wenn jede interne Revision so wirksam wie möglich ist!
[00:16:29] Also bleiben sie dran und hören Sie gerne wieder rein in Ihren Podcast.
[00:16:32] – Interne Revisionssoverein kollegial und wirksam.
[00:16:35] Mein Name ist Silvia Puhani und ich wünsche Ihnen erfolgreiche Prüfungsprozesse.

Wenn das Bundesverfassungsgericht vom Nutzen einer „gegenseitigen Kontrolle“ spricht und das Ende der „Intendanten-Herrlichkeit“ einläutet, dann sollten wir aufhorchen.

Das Bundesverfassungsgericht formuliert:
„Eine […] Kontrolle ist tauglicher Aspekt der Gestaltung der Binnenorganisation der Geschäftsleitung einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt und fördert die Funktionsfähigkeit der Wahrnehmung der Aufgaben der Geschäftsleitungsfunktion.“

Heißt auf Deutsch: Die Begrenzung der Macht gewährleistet, dass die Geschäftsleitung ihre Aufgaben besser wahrnimmt.
Oder umgekehrt ausgedrückt: Zu viel Macht beeinträchtigt die Geschäftsleitung darin, ihre Aufgaben optimal wahrzunehmen.

[00:00:19] Hallo und herzlich willkommen zu Ihrem Podcast interne Revision souverän, kollegial und wirksam. [00:00:25] Hier ist Silvia Puhani und ich freue mich dass Sie jetzt wieder dabei sind! [00:00:29] Heute geht es um eine kuriose Falschmeldung zum Tod von König Charles III. [00:00:36] Nach Presseangaben war es ein menschlicher Fehler der zu dieser Falsschmeldungen geführt hat. [00:00:42] Ich habe heute zwei Artikel für sie Erstens einen vom Stern, der ähnlich auch bei der BBC zu finden ist und zweitens den offiziellen [00:00:51] Report [00:00:52] des britischen Rundfunkrats zu diesem Vorfall. [00:00:55] Die Links finden Sie in den Show-Notes. [00:00:58] Mich als Internerevisorin haben natürlich die Ursachen dieser Falschmeldung interessiert – und wenn sie jetzt genau hinhören, dann werden sie auch erkennen wo die eigentlichen Ursachen liegen! [00:01:10] Aber hören [00:01:11] Sie selbst…. [00:01:13] Als erstes ist der Artikel aus dem Stern vom zehnten August zwanzig sechsundzwanzig von sechzehn Uhr sechsundzwanzig. [00:01:20] Der hat den Titel versehentlich Tod des Königs gemeldet, [00:01:25] Sender verstieß [00:01:26] gegen Regeln. [00:01:28] Los geht's! [00:01:29] Ein britischer Radiosender hatte vor Wochen den Tod von König Charles III. [00:01:33] vermeldet. [00:01:35] Jetzt stellte der Rundfunkrat fest es wurden grundlegende Fehler begangen. [00:01:39] Ein britischer Lokal-Radiosender hatte im Mai versehentlich eine Falschmeldung über den angeblichen Tod von König Charles III. [00:01:47] gesendet und anschließend gegen Regeln des britischen Rundfunkrats verstoßen. [00:01:53] Es handele sich um eine sehr schwerwiegende Ungenauigkeit, zudem sei nach der Falsschmeldungen sehr viel Zeit bis zu einer Korrektur verstrichen rügte der Rundfundgrad am Montag. [00:02:04] Der Sender Radio Caroline [00:02:06] hatte in Mai eine Ansage verbreitet dass das Programm als Zeichen des Respekts nach dem Tod seiner Majestät König [00:02:13] Charles [00:02:14] III. [00:02:15] bis auf Weiteres unterbrochen werde. [00:02:18] Anschließend wurde die Nationalhymne abgespielt, gefolgt von rund sechzehn Minuten vollständiger Stille. [00:02:25] Dann ging zunächst das normale Programm weiter bevor ein Moderator sich schließlich dreißig Minuten nach der irrtümlichen Todesnachricht [00:02:32] im Namen des Senders [00:02:34] entschuldigte. [00:02:35] Der Sender habe gegen die grundlegende Regel verstoßen, wonach Nachrichtenberichte sachlich richtig und unparteiisch sein müssen", erklärte der Rundfunkrat. [00:02:44] Eine weitere von dem Sender gebrochene Regelschreibe zu dem vor, das Fehler umgehend eingestanden und korrigiert werden mussten. [00:02:52] Wie Vertreter des [00:02:53] Senders den [00:02:54] Rundfundgrat schilderten hatte ein Mitarbeiter während einer laufenden Sendung den Studiokomputer gewartet, während er eigentliche Moderator aus [00:03:02] dem Homeoffice [00:03:03] arbeitete. [00:03:04] Aus Neugier habe der Mitarbeiter die für den Fall der Fälle vorab aufgezeichnete Mitteilung über den Tod des Königs abgespielt, die dann automatisch das Programm stoppte und über den Äther lief. [00:03:17] Daraufhin sei der Mitarbeiter in Panik geraten und habe das Studio verlassen. [00:03:22] Der im Homeoffice [00:03:23] arbeitende Moderator der laufenden Sendung habe den Fehler zunächst nicht bemerkt und gedacht dass er weiter auf Sendung [00:03:30] sei. [00:03:31] Zudem habe er seinen Telefon nicht ständig kontrolliert und daher nicht gesehen, dass bereits Anrufe aufmerksamer Hörereingängen die den Fehler bemerkt [00:03:40] hatten. [00:03:41] Laut Radio Caroline [00:03:42] wurde der verantwortliche Mitarbeiter gerübt und hat sich entschuldigt – Die vorauf gezeichnete Meldung [00:03:48] über den Tod [00:03:49] des Monarchen sei vom Studio-Computer gelöscht worden. [00:03:53] So weit zu diesem Artikel! [00:03:55] Jetzt kommt der Bericht des britischen Rundfunkrats mit dem Namen OFCOM den ich mir ergoogelt [00:04:02] habe [00:04:03] in Ostzügen. [00:04:04] Finden Sie also die Abweichung in der Fehlerursache? [00:04:09] Los geht's! [00:04:31] Ofcom received two complaints about the broadcast [00:04:34] of an announcement [00:04:36] reporting [00:04:36] that [00:04:36] King Charles III had died. [00:04:39] At fourteen o five a music track was interrupted by following statements This is Radio Caroline, we have suspended our normal programs until further notice as mark of respect. [00:04:52] following passing his majesty king charles III. [00:04:56] this is radio caroline. [00:04:58] His Majesty, King Charles [00:05:00] III., [00:05:00] has passed away. [00:05:02] As a mark of respect we [00:05:03] will now be [00:05:04] playing suitable continuous music [00:05:06] until [00:05:06] further [00:05:07] notice.". [00:05:08] This is Radio Caroline. [00:05:11] The news media has confirmed that his majesty king charles the third has passed way [00:05:16] Consequently [00:05:17] as a Mark of Respect. [00:05:18] radio caroline is suspending its [00:05:21] normal [00:05:21] programs. [00:05:23] Der National Anthem war dann gespielt, bevor der zweite Statement überwiesen wurde. [00:05:29] Dies wurde von ca. [00:05:31] um die neunzehnte Sekunde vor der regularen Programme gestorben worden. [00:05:35] Durch den Fall, in dem Radio Caroline verabschiedet ist, [00:05:40] dass DAB Plus-Listener [00:05:41] während dieser Zeit eine Silenz hörten und AM-Radio-Listinnen immer weiter Musik hören. [00:05:48] At approximately fourteen [00:05:50] thirty-five [00:05:51] the presenter apologized for their error saying, I've just been informed that we played in errors some information a little earlier.I didn't hear this myself [00:06:01] but it is incorrect! [00:06:03] It's technical issue and of course we [00:06:05] apologize.". [00:06:07] We considered that content raised potential issues under following rules Rule five point [00:06:14] one. [00:06:16] News in whatever form must be reported with due accuracy and presented with due impartiality. [00:06:24] Rule five-point two. [00:06:26] Significant mistakes in news should normally [00:06:29] be acknowledged, [00:06:30] corrected on air quickly. [00:06:33] Corrections should be appropriately scheduled. [00:06:36] Ofcom [00:06:37] requested comments from the licensee. [00:06:41] Die Verwaltung hat gesagt, dass der Präsentant die Programme remote zu [00:06:47] den Playout-Computern [00:06:49] in dem Main Studio gestritten war als eine komische Praxis für die Station. [00:06:52] Währenddessen [00:06:54] hat [00:06:54] ein Mitglied des Staffel [00:06:56] auf dem Studio Computer die [00:06:59] drei Soundfile, welche vorgenommen wurden, im Event des Todes von King Charles III verwendet werden. [00:07:07] Die Licensee hat erklärt, dass diese Files mit ein paar strikt Instruktionen zu Präsentoren und Managern verabschiedet sind. [00:07:16] Aber aus der Interessanz [00:07:18] kamen [00:07:18] die Mitglieder des Staffel auf die Files, die den Stream von dem Präsenter-Remote-Lokation stoppen und die File an Aire bauten. [00:07:29] Als das Individuum realisiert wurde, haben die Licensees gesagt, sie stoppen die Filen und dann panikt und lief die Prämisse. [00:07:38] Als der Präsentor's remote Stream stoppt, wurde das Broadcast dann [00:07:43] auf DAB+, [00:07:45] mit AM-Listenern ein Backup-Broadcast von Continuous Music zu hören. [00:07:50] Radio Caroline sagte, dass der Remote-Präsenter [00:07:53] nicht [00:07:54] verstanden ist, dass sie aus dem Wasser gegangen [00:07:57] sind, bevor sie den Output durch eine Internetmonitore monitorieren. [00:08:01] Die Verwaltung hat gesagt, der Stationsdirektor [00:08:03] war die Am-Output von den Stations und [00:08:06] war auf Anruf, als der unabhängige Ermittlung wurde veröffentlicht. [00:08:11] Als er aufhörte, hat er gemerkt, dass [00:08:13] das Output [00:08:14] ein weiteres Musik war, sondern eher als das geschehenen Programm, und der Station Ingenieur, der schon bewusst geworden ist und [00:08:22] investiert [00:08:24] wurde, und das korrekt Programm zu resumen konnte. [00:08:28] The licensee advised that the engineer contacted the presenter to find out whether he was aware of what had happened and to advise him, if it was [00:08:37] off air. [00:08:38] It said this took some time as the presenter thinking they were on Air was not actively monitoring their phone. [00:08:46] Die Licensee sagte, dass folgendes Staffel darüber diskutiert haben, wie und wann er für das Erste verabschiedet wurde, bevor der Präsentator den Anwalt zu [00:08:55] einer [00:08:56] besuchungsvollen Zeit möglich war. [00:08:58] Die Licencee sagte dann, sie seien die Bedeutung sehr seriös gemacht [00:09:02] worden und viele Aktivitäten [00:09:03] waren in diesen mindestens dreieinzehnten Minuten auf die Apologie [00:09:07] gedreht, [00:09:08] sodass sie realistisch so schnell als möglich agiert wurden. [00:09:12] Radio Caroline advised that the individual who played these files had been reprimanded and had apologised, in order to prevent a recurrence of this issue it had removed relevant files from the desktop on the studio PC [00:09:27] and stored an external [00:09:29] drive for access only when necessary. [00:09:32] It also said its presenters & support staff had be reminded. [00:10:05] Die Regelungen und die Erläuterung erspare ich Ihnen jetzt mal. [00:10:09] Deswegen [00:10:10] sind wir jetzt [00:10:11] mit dem Bericht des Rundfunkrats. [00:10:13] aufkommen für diesen Podcast erst mal durch. [00:10:16] Tja, also was soll man dazu sagen? [00:10:19] Auf den ersten Blick scheint ja alles ganz einfach zu sein – ein Mitarbeiter hat aus purer Neugier eine Datei abgespielt! [00:10:26] Er wurde gerügt, er hat sich entschuldigt und die Welt scheint wieder in Ordnung zu sein…. [00:10:31] Doch was sagen sie als interne Revisorinnen und interne Revisoren? [00:10:35] Lagt das Problem ursächlich an der Neugier des Mitarbeitenden, der die Technik gewartet [00:10:40] hat? [00:10:41] Oder hatte die Ablauforganisation des Senders Radio [00:10:44] Caroline [00:10:45] etwas damit zu tun. [00:10:47] Wir lassen jetzt erstmal das mit dem mobilen Arbeiten beiseite. [00:10:51] Das hat mich zwar auch überrascht dass soetwas bei einem Radiosender möglich ist aber das ist jetzt nicht das Problem von dem ich hier sprechen möchte. [00:10:59] Beim Rest – das haben sie gemerkt oder Sie haben es [00:11:02] gehört [00:11:03] Leider ist eben die Presse viel zu schnell auf das menschliche Versagen und die Neugier des Mitarbeitenden gesprungen. [00:11:10] Das war aber nicht der alleinige Grund für dieses Problem, wenn man den Bericht gelesen hat – die Regelung war das Problem! [00:11:17] Aber nochmal von vorne… Für den Fall dass der britische Monarch verstirbt haben britische Radiosender und bestimmt auch alle anderen Medien bereits vor gefertigte Dateien sowie auch bei uns für berühmte Schauspieler, Sportler, Politiker oder Personen des öffentlichen Interesses. [00:11:34] Das ist überhaupt nicht das Problem [00:11:35] – das kann man machen! [00:11:37] Und für den Einsatz dieser Datei gibt es strikte Regeln so in diesem Fall. [00:11:43] Der Radiosender erklärte that these files [00:11:46] are accompanied with a set of strict instructions [00:11:49] to presenters and [00:11:50] managers But out of curiosity, the [00:11:55] member [00:11:56] of staff played the files which stopped a stream from the presenter's remote location and broadcasted the files on air. [00:12:04] Jetzt haben sie es gemerkt! [00:12:06] Oder? [00:12:07] Die strikten Regeln galten nur für die Presenter und für die Manager. [00:12:13] Die Person, die jedoch angeblich aus Neugier die Datei abspielte war ein IT-ler jemand, der das System technisch gewartet hat. [00:12:23] Vielleicht ein Administrator vielleicht auch nur einen Azubi der langweilige Routineaufgaben zu erfüllen hatte. [00:12:30] Und dabei sollten wir noch was bedenken. [00:12:32] Der Radiosender stammt aus den sechziger Jahren. [00:12:35] Monaten gab es da schon lange Computerdateien die das Ableben des Monarchens verkünden jedoch nicht. [00:12:42] Kann es sein dass diese strikten Regeln [00:12:44] nur für die [00:12:45] Presenter und Manager galten? [00:12:47] Es würde ja Sinn machen. [00:12:49] Damals gab es ja noch gar keine IT, damals war das Ganze wahrscheinlich irgendein Stück Papier, das in irgendeinen Umschlag war. [00:12:57] Dann ist alles digitalisiert worden – dann hat man vielleicht vergessen, dass diese Regelung auch für die IT zu gelten hat! [00:13:07] Dann wäre aber der ITler ganz und gar zu unrechtgemaßregelt geworden…. [00:13:12] Und das stört mich, dass der Berichte-Offcom hier nicht detailliert genug ist. [00:13:16] Die haben im Prinzip nur den Radiosender um eine Stellungnahme gebeten und haben dann die Stellungnahmen abgeschrieben und in ihren Bericht reingepackt. [00:13:25] Hier finde [00:13:26] ich [00:13:26] hätte man nochmal nachfragen müssen! [00:13:29] Ja und jetzt komme ich auch schon zu meinem Fazit für die internere Vision. [00:13:33] Wenn ich ein Vorstand oder ein Geschäftsführer wäre würde mich nicht das offensichtliche Thema sondern die dahinter liegende Ursache interessieren, damit ein Wiederholungsfall auch wirklich verhindert werden kann. [00:13:46] Denn dieser eine Mitarbeiter der ist nun gerügt und das würde eine Wiederholung aber überhaupt nicht verhindern. [00:13:53] Zusätzlich wurde ja noch die Datei entfernt so dass sie nicht mehr einfach so abgespielt werden kann – [00:13:58] okay! [00:13:59] Interessant wäre aber nun wo sie aufbewahrt und aktuell gehalten wird? [00:14:04] Würde ihr Einsatz zukünftig funktionieren? [00:14:07] Gut, die Regelungen wurden anscheinend auch auf die IT erweitert. [00:14:11] Zumindest wurde Janan dann auch gesagt dass sie erinnert wurden das diese Regeln [00:14:16] gelten? [00:14:16] Dann nehme ich mal an dass sie auch angepasst wurden. [00:14:19] Aber wer hat jetzt diese Datei im Zugriff und wie schnell ist sie zur Hand und einsatzfähig? [00:14:24] weil die arbeiten ja alle im Home Office. [00:14:26] Wie machen die das denn? [00:14:28] Und Sie merken schon eine Frage. [00:14:30] Er gibt die nächste Frage aber Das ist nunmal so in der internen Revision. [00:14:35] Dieser Fall zeigt aber auch ganz deutlich, wie wichtig es ist sich mit den Originalquellen zu beschäftigen. [00:14:41] Aus den KI-Zusammenfassungen der Google Ergebnisse ist dieser Podcast nicht entstanden – da sind nämlich diese Feinheiten die aber so ausschlaggebend für das Prüfungsergebnis [00:14:53] sind [00:14:54] vollkommen untergegangen! [00:14:56] In der KI-Zusammenfassung stand das drin, was die meisten Medien geschrieben haben – Die [00:15:01] BBC, [00:15:02] Unterstern und viele andere Artikel auch noch. [00:15:05] Den Unterschied habe ich erst erkannt als ich den Originalbericht hatte von dieser Aufkommen. [00:15:13] Also bemühen Sie sich, nach Möglichkeit immer die Originalquellen zu benutzen und gehen sie in Ihren Prüfungen und Berichten nicht nur auf das Symptom und die einfachste Lösungsmöglichkeit ein wie zum Beispiel einen Mitarbeiter abzumahnen und dann die Datei vom Server zu nehmen. [00:15:31] Gehen Sie stattdessen den Ursachen und den dahinter liegenden Problemen auf dem Grund? [00:15:35] Ich weiß dass es viel länger dauert Es ist aber die effektivste Möglichkeit, das ursächliche Problem zu erkennen und auch anzugehen. [00:16:04] Wenn Sie mir was mitteilen wollen, dann schreiben sie mir gerne eine Mail an infoetpochani.com oder nutzen das Kontaktformular auf meiner Webpage. [00:16:12] Wie Sie wissen brauchen Sie dort keine absente Mailadresse eintragen und das Ganze kommt bei mir zu hundert Prozent an Dann kann ich Ihnen aber auch nicht antworten. [00:16:21] Wenn Ihnen der Podcast gefällt, machen Sie gerne Werbung dafür. [00:16:24] Denn wir alle profitieren davon wenn jede interne Revision so wirksam wie möglich ist! [00:16:29] Also bleiben sie dran und hören Sie gerne wieder rein in Ihren Podcast. [00:16:32] – Interne Revisionssoverein kollegial und wirksam. [00:16:35] Mein Name ist Silvia Puhani und ich wünsche Ihnen erfolgreiche Prüfungsprozesse.

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Folge 277: Stereotype und Vorurteile gegenüber der Internen Revision

Auf Wunsch von Elina Portna ist dieser Podcast zu Stereotypen und Vorurteilen gegenüber der Internen Revision entstanden.
Sie schrieb:
„[…]In meiner kurzen und interessanten Zeit als Interne Revisorin habe ich immer wieder gehört, dass viele sich eine Interne Revisorin anders vorgestellt haben… Anscheinend gibt es noch den Stereotyp einer Person, die in der Internen Revision arbeiten kann.
Ich würde mich freuen, wenn Sie über Rollenbilder, Stereotype und Vorurteile in der Internen Revision sprechen könnten… Vielleicht könnten sich dann die Menschen auch eine Interne Revisorin vorstellen, die ursprünglich nicht aus Deutschland kommt und gerne schwarze rockige Klamotten trägt und ab und an laut und herzhaft lacht…“

Ich habe eine Umfrage auf LinkedIn gestartet und mich umgehört. Hier ist das Ergebnis:

Revisoren

sind inkompetent
kosten Zeit
kommunizieren nicht
sind nicht auf Augenhöhe und erniedrigen Revisionspartner
strafen andere
fordern Konsequenzen oder Strafen ein
sind regelverliebt und beachten den Kontext oder die konkrete Situation nicht
haben ein Problem damit, wenn einzelne Mitarbeitende Fehler machen

Was kann man nun gegen Stereotype und Vorurteile tun?

dem Missbrauch der eigenen Rolle vorbeugen
gelassen bleiben
ansprechen, wenn die Interne Revision zu Unrecht in ein schlechtes Bild gerückt wurde
sich als Menschen zeigen, die die Rolle der Internen Revision ausüben
daran arbeiten, dass sich Rollenbilder, Stereotype und Vorurteile verändern
die eigene Kompetenz aber auch die eigenen Schwächen kommunizieren

Lassen Sie sich von Rollenbildern, Stereotypen und Vorurteilen nicht abschrecken!
Alles in der Welt verändert sich – nichts bleibt gleich!

Rollenbilder und Stereotype werden sich mit der Zeit verändern.

Gehen Sie mit gutem Beispiel voran und lassen Sie Ihre Revisionspartner:innen erleben, wie bunt die Interne Revision sein kann!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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Folge 271: Interne Revision und Verantwortlichkeiten beim Zugunglück in Griechenland

Anfang des Jahres ereignete sich in Griechenland das schwerste Zugunglück in der Geschichte des Landes, als in der Nacht zum 01.03.2023 bei voller Fahrt ein Personen- und ein Güterzug zusammenstießen. Mindestens 46 Menschen starben. Kein Wunder also, dass die Schuldfrage gestellt wurde.

Gerade als Interne Revision werden wir unternehmensintern auch manchmal beauftragt, den genauen Hergang zu ermitteln und die Schuldfrage zu klären.

Bitte lassen Sie sich nicht dazu verleiten, den einfachen Weg zu gehen und vorschnell auf menschliches Versagen abzustellen. Der vordergründig Schuldige in diesem Fall wäre der Stationsvorsteher, dem bei der manuell vorzunehmenden Weichenstellung eventuell ein Fehler unterlaufen ist.
Stellen Sie stattdessen die unbequemen Fragen.
Blicken Sie gerade bei Schadenfällen unbedingt immer auf die Kontextbedingungen und fragen Sie sich, wie die von Ihnen ergründeten Kontextbedingungen dazu beigetragen haben könnten, den Schadenfall zu ermöglichen oder zu verhindern.
In diesem Fall, gab es jahrelange Missstände

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#354: Als Interne Revision Auffälligkeiten hinterfragen – Wirecard

#354: Als Interne Revision Auffälligkeiten hinterfragen – Wirecard

#354: Als Interne Revision Auffälligkeiten hinterfragen – Wirecard

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Auffälligkeiten | Wenn wir aus Fehlern anderer lernen wollen, dann bietet uns Wirecard wieder einmal eine gute Gelegenheit.

Die in diesem Podcast dargestellten Fakten stammen aus dem Artikel „Und noch ein Jan-Marsalek-Projekt“ von Stephan Radomsky aus der SZ vom 08.11.2024. Der Artikel befasst sich mit den Aussagen eines Controllers, der seit Herbst 2017 bei Wirecard bis kurz nach dessen Untergang tätig war. Er schildert Auffälligkeiten, scheinbare glückliche Zufälle und schleichende Entwicklungen.

Es ist nicht leicht, sich über Jahre entwickelnde Auffälligkeiten während dieser Phase auch wirklich als Auffälligkeiten zu identifizieren. Woran soll ein Frosch, der im kalten Wasser sitzt, erkennen, dass er in einem Kochtopf ist, der auf einem Herd steht, dessen Platte angeschaltet wurde?

In diesem Podcast gehe ich darauf ein, worauf es ankommt, um solche Auffälligkeiten, scheinbare Zufälle und schleichende Entwicklungen als relevant erkennen zu können.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#352: Vorausschauende Regelungen und die Interne Revision

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Regelungen | Selbstverständlich sollte eine Interne Revision sich nicht nur primär darum kümmern, dass Fehler oder Probleme behoben werden. Hand in Hand dazu sollten immer auch die zugrundeliegenden Annahmen, Werte oder Ziele zu hinterfragt werden.

Ein konkretes Beispiel hierfür, d.h. für Double-Loop-Learning, zu finden, ohne unsere Verschwiegenheitspflicht zu verletzen, ist herausfordernd. Denn oft geht es dabei um tiefgreifende, ggf. sogar strategische Veränderungen.

Wolfgang Janisch hat mir mit seinem Artikel aus der SZ vom 15.11.2024 aus diesem Dilemma geholfen. Der Artikel behandelt die Resilienz des Bundesverfassungsgerichts und insbesondere die Bedeutung der Regeln zu dessen Richterwahl.

Setzt man das Double-Loop-Learning ein, kann man als Interne Revision auf vorausschauende Regelungen hinwirken:
Stellen Sie Ihrem Revisionspartner hypothetische Fragen („Was wäre, wenn …“).
Deklinieren Sie hierbei jeweils jeden Parameter, jede Annahme und jeden Inputfaktor durch.
Z.B.: Was wäre wenn …
… die Datenzulieferung nicht funktioniert?
… die Daten teilweise nicht rechtzeitig aktualisiert werden?
… jeweils andere Inputfaktoren ausfallen, unvollständig sind oder verspätet kommen?
… die Weiterverarbeitung stockt
… eine Person krank und die Vertretung im Urlaub ist?
… Fachkräfte fehlen?

Wichtig ist, dass Sie nicht bereits die perfekte Regelung im Kopf haben und versuchen, diese Ihrem Revisionspartner aufzuoktroyieren.
Entwickeln Sie stattdessen die Regelungen gemeinsam im Dialog.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#344: Managementfehler und die Interne Revision

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Management | Im Artikel „Tönnies macht Muh“ von Björn Finke aus der SZ vom 06.09.2024 wird ein Managementfehler wie folgt von einem Insider beschrieben: „Der Konzern [Vion] werde zu zentralistisch aus den Niederlanden geführt, und das habe den deutschen Betrieben geschadet.“

Sie kennen sicherlich das Modell der Pendelbewegungen von einem Extrem ins andere:
Entweder „Alle Macht der Zentrale„, oder „Alle Macht der Region„. Die Realität spielt sich meist irgendwo in der Mitte ab und führt zu ständigen Reibereien bzw. Aushandlungsprozessen.

Gerhard Wohland erläutert dies sehr anschaulich in seinem Denkzettel #4 „Zentrum und Peripherie“. Er zeigt Dynamikprobleme auf, die mit der gewohnten Unterscheidung Aufbau- und Ablauf-Organisation unsichtbar bleiben. Durch die äußere Dynamik kollabiert die zentrale Steuerung. Wenn das Zentrum die Ursache nicht sieht, und „mehr desselben“ versucht, das ehemals unter Stabilität funktionierte, verrennt es sich in dem aussichtslosen Versuch, die Steuerung zu „reparieren“. Seine Lösung ist, bei äußerer Dynamik von „Steuerung“ auf „Führung“ umzuschalten und von den dezentralen Kompetenzen Gebrauch zu machen.

Was sollte eine Interne Revision also tun?

  1. Dieses Risiko, einer zu zentralistischen Führung sollte auf dem Schirm einer Internen Revision sein.
  2. Die Interne Revision sollte Ausschau danach halten, ob sich die Rahmenbedingungen insgesamt oder auch nur regional verändern.
  3. Die Interne Revision sollte die entsprechenden Managemententscheidungen im Blick haben.
  4. Sollten Sie den Eindruck haben, dass diese der Sachlage nicht gerecht werden, dann wirken Sie über Prüfungen darauf hin, dass das Management zukünftig angemessener darauf reagiert.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#326: Der Royal Mail Horizon / Post Office Skandal und Interne Revision

Skandal | Es handelt sich um einen der größten Justizirrtümer Großbritanniens.

Der Royal Mail Horizon-Skandal, auch British Post Office-Skandal, ist ein Skandal der britischen Royal Mail um eine in 19.000 Postfilialen im Jahr 1999 eingeführte Software mit dem Namen „Horizon“, die von einem Tochterunternehmen des japanischen Technologieunternehmens Fujitsu entwickelt wurde. Die Finanzsoftware gab fälschlicherweise an, dass Leiter von Postfilialen Geld unterschlagen hätten, woraufhin mehr als 900 Mitarbeiter auf Grund dieser Hinweise verurteilt wurden und Zahlungsaufforderungen begleichen mussten. In der Folge wurden zahlreiche (nicht ausschließlich unternehmerische) Existenzen ruiniert.
Im Nachhinein wurde bekannt, dass Postamtsermittler zeitweise Sonderprämien für erfolgreiche Verurteilungen erhielten.
Nach verschiedenen Protest-Kampagnen und letztendlich der Aufdeckung des Skandals stellte der britische High Court of Justice die Fehlerhaftigkeit der Software fest, woraufhin die britische Regierung eine öffentliche Untersuchung einleitete.
Im Januar 2024 strahlte der britische Sender ITV die vierteilige Serie „Mr. Bates vs. the Post Office“ aus. Dadurch erlangte der Skandal eine breite Aufmerksamkeit, die dazu führte, dass die britische Regierung zusagte, die betroffenen Mitarbeiter zu entschädigen.
Nach im Januar 2024 geäußerter Einschätzung des britischen Postministers Kevin Hollinrake wird der Skandal den Steuerzahler eine Milliarde Pfund kosten.

Eine erste Analyse hören Sie in diesem Podcast.

Angenommen, Sie hätten dort in der Internen Revision oder als Ermittler gearbeitet:

  • Wäre Ihnen aufgefallen, dass es Probleme mit der Software Horizon gab?
  • Was hätte Sie stutzig gemacht?
  • Wie würden Sie das Thema prüferisch angehen?

Für mich signalisiert der Fall, dass wir in der Internen Revision alle sehr sehr achtsam vorgehen müssen.
Es darf nicht sein, dass wir Mitarbeitende beschuldigen, ohne den Kontext ihres Verhaltens zu betrachten. Und dabei meine ich keineswegs nur deren persönlichen Kontext, sondern insbesondere auch den Unternehmenskontext in dem sie agieren.
Es hat nichts mit seriöser Revisionsarbeit zu tun, Druck auszuüben oder Unterstellungen zu nutzen. Zu lügen, um Leute zu einem Geständnis zu bewegen, ist hochgradig verwerflich.
Prämien für Verurteilungen auszuloben oder zu erhalten, ist ebenfalls moralisch absolut untragbar.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

#354: Als Interne Revision Auffälligkeiten hinterfragen – Wirecard

#324 Nicht bestandene Sicherheitstests und Interne Revision

Test | Die Paradebeispiele für diesen Podcast liefert wieder einmal Boeing und sein Zulieferer Spirit AeroSystems:
Boeing bestand 33 von 89 (= 37%) der Sicherheitstests nicht.
Der Zulieferer bestand 7 von 13 (= 54%) der Tests nicht.

Der Podcast behandelt u.a. die Frage, wie Sie in der Internen Revision mit solchen Fehlerquoten umgehen sollten.
Aber auch für alle, die in ihren Unternehmen von solchen Fehlerquoten verschont sind, lohnt es sich hineinzuhören. Hier einige allgemeine Fragen für den Umgang mit Zulieferungen oder ausgelagerten Tätigkeiten:

  • Wird bei Ihnen die Qualität von Zulieferungen oder Auslagerungen nachweislich regelmäßig und in ausreichendem Umfang überwacht?
  • Wie gehen die Revisionspartner mit Auffälligkeiten um?
  • Welche Maßnahmen werden von Ihren Revisionspartnern ergriffen?
  • Wie robust sind die Eskalationswege?
  • Wie wirksam sind die durchgeführten Eskalationen?
  • Wer zieht welche Konsequenzen unter welchen Bedingungen?
  • Welche wirtschaftlichen Einbußen werden nötigenfalls in Kauf genommen, um eine hohe Qualität gewährleisten zu können?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!