Folge 294: Mut, Whistleblowing, schlechte Governance, DWS und Interne Revision

Folge 294: Mut, Whistleblowing, schlechte Governance, DWS und Interne Revision

Bauchgefühl | Klöster sind eine interessante Sache. Die meisten existieren seit Jahrhunderten! Das haben Unternehmen noch nicht geschafft! Wie haben Klöster das geschafft? Der Abt hört i.d.R. einmal pro Woche die Meinung der Mönche an. Außerdem gibt es dort immer eine Person, welche die Rolle des advocatus diaboli einzunehmen hat.

Wenn Unternehmen so etwas institutionalisiert hätten, hätte es diese Podcast-Folge wahrscheinlich nicht gegeben. Er behandelt die Hinweise von Desirée Fixler, der Whistleblowerin im Greenwashing-Skandal der DWS.

Grundlage dieses Podcasts ist das Interview von Lisa Nienhaus und Meike Schreiber mit Desirée Fixler aus der SZ vom 30.06.2023 mit dem Titel „Ich hatte ein Bauchgefühl, dass etwas nicht stimmt.“

Es ist nicht so gewesen, dass die Whistleblowerin gleich an die Öffentlichkeit gegangen ist. Nein, sie hat zunächst intern Fragen gestellt und auf Ungereimtheiten hingewiesen.

Gerade weil es zu dem Zeitpunkt noch keine regulatorischen Vorgaben gab, habe man ja nichts falsch gemacht. Anstatt die internen Hinweise dankbar aufzugreifen, entschied man sich dazu, die Querulantin zu entfernen und in den Medien als unfähig zu denunzieren.

Die Denkweise „Wer stört muss gehen!“ ist das genaue Gegenteil von Kritikfähigkeit.

In diesem Podcast gehe ich der hypothetischen Frage nach, wie es einer Internen Revision ergangen wäre, wenn sie die gleichen Fragen gestellt hätte. Wahrscheinlich denken Sie jetzt schon selbst: „Da kann man halt nichts machen! Ohne Fehler keine Feststellung.“

Da bin ich anderer Ansicht. Ein zweck- und werteorientierter Prüfungsansatz, der nicht nur die Zweckerfüllung, sondern auch auf die Wertekonformität nach innen und außen betrachtet, hätte durchaus zu Feststellungen führen können. Mehr dazu erfahren Sie in Episode # 231.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Folge 294: Mut, Whistleblowing, schlechte Governance, DWS und Interne Revision

Folge 292: Die Implosion der Titan – Wenn der CEO nicht will

Vorstand | Was unterscheidet eigentlich den Untergang der Titanic von der Implosion der Titan?
Die Titan war das U-Boot, mit dem man das Wrack der Titanic besichtigen konnte, bis es auf seiner letzten solchen Tauchfahrt dem immensen Wasserdruck nicht mehr stand hielt und implodierte.

Es gab in beiden Fällen mehr oder weniger offensichtliche Konstruktionsfehler, den Wunsch Rekorde zu brechen, in Kauf genommene Gefahren, dramatische bzw. zumindest versuchte Rettungsbemühungen, Fehleinschätzung von Risiken und die damit verbundene Profitgier der Unternehmer.

In diesem Podcast stelle ich Ihnen einen Artikel aus der NY Times vom 20.06.2023 vor und analysiere im Anschluss die Governance von OceanGate, dem Unternehmen, das die Tauchgänge zur Titanic anbot.

Selbstverständlich schätze ich auch noch die Erfolgschancen einer Internen Revision ein – falls OceanGate eine Interne Revision gehabt hätte (wovon ich nicht ausgehe).

Mein Fazit ist: OceanGate hat die Implosion geradezu herausgefordert.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie als Interne Revision bei einem CEO, der keine Risiken sehen will, aufgeben sollten!

„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.“ (Vaclav Havel)

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören, viel Erfolg beim Ausprobieren und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Folge 294: Mut, Whistleblowing, schlechte Governance, DWS und Interne Revision

Folge 231: Die zweite Auflage ist da!

Mein Buch: „Erfolgreiche Prüfungsprozesse in der Internen Revision“ ist in der 2. Auflage erschienen. Auf Wunsch des Erich Schmidt Verlags habe ich dort nicht nur die Fehler bereinigt – für die ich mich an dieser Stelle entschuldigen möchte. Ein ganz besonderes Lob für die Fehlersuche geht hierbei an meine Schwiegermutter, Martha Puhani. Sie war so lieb und hat sich auf meine Bitte hin noch einmal das gesamte Buch durchgelesen und die darin vorkommenden Fehler markiert.

Aber es ist nicht nur bei der Fehlerbereinigung geblieben. Ich habe auch eine grundsätzliche Ergänzung vorgenommen. Da Sie mich alle so gut unterstützt haben, die erste Auflage des Buches aufgekauft haben und meinen Podcast hören, möchte ich Ihnen diese grundsätzliche Ergänzung nicht vorenthalten.

Daher nutze ich nun diesen Podcast, um Ihnen und insbesondere den Käufern und Käuferinnen der ersten Auflage diese grundlegende Ergänzung dazu vorzustellen. Aber auch die Käufer der zweiten Auflage werden in diesem Podcast weitere, noch über die schriftliche Ergänzung hinausgehende Erläuterungen erhalten. Und, ich gebe zu, es soll Ihnen einen kleinen Vorgeschmack auf mein neues Buch machen, an dem ich seit längerem arbeite.

Daher freue ich mich besonders auf Ihre Gedanken, Ideen und Kommentare zu diesen Neuerungen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

PS: Wer das Buch gerne mit einer persönlichen Widmung von mir erwerben möchte, meldet sich bitte direkt bei mir. Zzgl. zum Buchpreis fallen hierfür € 5,- Versandkostenpauschale an.

Folge 294: Mut, Whistleblowing, schlechte Governance, DWS und Interne Revision

Folge 218: Berichtsformulierungen zur Fehlerbehebung

Stellt die Interne Revision echte Fehler fest, liegt es nahe, dass diese zu beheben sind. Beschränkt sich ein Revisionsbericht jedoch auf die Behebung von Fehlern, vermittelt dies ein fragwürdiges Selbstverständnis der Internen Revision.
Möchte die Interne Revision nur ein „Oberkontrolleur“ sein, oder arbeiten wir an unserem Unternehmen?
Wenn Sie an Letzterem interessiert sind, dann hören Sie sich diese Folge an, um zu erfahren, wie Sie dieses Selbstverständnis am besten kommunizieren.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!