#441: Bürokratie vs. Risikoorientierung: Was die Interne Revision vom finnischen Steuersystem lernen kann

by | Sep. 6, 2026 | #441, Hiltrud Werner

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[00:00:19] Hallo und herzlich Willkommen zu Ihrem Podcast interne Revisionserwaren kollegial und wirksam.
[00:00:24] Hier ist Silvia Puhani und ich freue mich, dass Sie jetzt wieder dabei sind!
[00:00:29] Kennen sie Raul Krauthausen?
[00:00:32] Er hat einen Post auf LinkedIn geschrieben den ich Ihnen hier in Auszügen vorstelle.
[00:00:39] Der post auf LinkedIn lautet Meine Behinderung ist unheilbar Beweisen muss sich sie trotzdem jedes Jahr aufs Neue.
[00:00:48] Menschen mit lebenslangen Behinderungen kennen das Ritual.
[00:00:51] Der Kostenträger fragt nach, ob die Behinderung noch besteht – ob der Bedarf noch da ist?
[00:00:57] Ob es nicht auch etwas weniger sein darf?
[00:00:59] Also wieder Gutachten, wieder Formulare, wieder Fristen!
[00:01:03] Wer einen Fehlermacht riskiert die Leistung von der der eigene Alltag abhängt.
[00:01:09] Dahinter steckt ein Systemprinzip «Misstrauen als Standard-Einstellung».
[00:01:14] Der Staat behandelt jeden Antrag, als wollten wir ihn betrügen.
[00:01:17] Dabei zeigen alle Erfahrungen, die meisten Menschen beantragen zu wenig nicht so viel weil sie an der Bürokratie scheitern.
[00:01:26] Diese formulare Kosten-Lebenszeit und zwar ausgerechnet die von Menschen, die für alltägliches eh schon oft mehr Zeit und Energie aufwenden müssen als der Durchschnitt.
[00:01:37] Das war der Post Und hier habe ich jetzt noch einen kleinen Auszug aus den Kommentaren unter dem Post.
[00:01:43] Erstmal einige Kommentare von Betroffenen.
[00:01:46] Wir dürfen alle paar Jahre erklären, dass das Extrakromosom unseres Kindes immer noch da ist.
[00:01:52] Jedes Jahr müssen wir die hundertprozentige Behinderung unseres Sohnes
[00:01:56] nachweisen.“.
[00:01:57] Mein Papa hat vor fünfzig Jahren sein komplettes See vermögen auf dem rechten Auge bei einem Betriebsunfall verloren und trotzdem muss er immer wieder zu Untersuchungen um festzustellen, dass er nichts sieht!
[00:02:09] Der Vater meiner besten Freundin muss auch immer erklären warum das Bein nicht inzwischen wieder nachgewachsen.
[00:02:16] Da fällt mir echt nichts mehr dazu ein.
[00:02:19] Bis heute wird mein Grad der Behinderung alle zwei Jahre befristet, als wäre eine chronische Erkrankung die seit Kindheitstagen besteht plötzlich verschwunden.
[00:02:29] Das wäre mal eine wirklich sinnvolle Entbürokratisierung.
[00:02:34] Bei lebenslangen Behinderungen reicht eine initiale Begutachtung Es sei denn die Lage ändert sich grundlegend Etwa durch eine zusätzliche Erkankung Die den Unterstützungsbedarf steigert.
[00:02:46] Ein Neurologe schreibt, die andere Hälfte dieser Geschichte spielt sich in unseren Sprechstunden ab.
[00:02:52] Wir schreiben diese Arteste – ich bestätige regelmäßig dass eine genetisch bedingte Erkrankung immer noch genetische Bedingt ist.
[00:03:00] Dass eine Demenz nicht verschwunden ist!
[00:03:03] Die Zeit dafür geht direkt von der ab die Ich für meine Patienten habe.
[00:03:08] Es hat etwas Trostloses eine Sprechtunde zu kürzen um zu belegen was ohnehin hundertmal belegt wurde.
[00:03:15] Misstrauen als Standard-Einstellung kostet zweimal.
[00:03:19] Erst die Betroffenen, dann die
[00:03:20] Versorgung.“.
[00:03:22] Ein weiterer Kommentator schreibt, dabei ist das Problem längst benannt vom Gesetzgeber selbst.
[00:03:28] Paragraph VI Absatz II Satz II Schwbaf V habe ich erst mal nachgeguckt.
[00:03:35] schwer behinderten Ausweisverordnung erlaubt seit Zweitausendvier den unbefristeten Ausweis wenn keine wesentliche Änderungen zu erwarten.
[00:03:45] In der Begründung heißt es sinngemäß, bei dauerhafter Behinderung sei eine Befristung nicht nachvollziehbar.
[00:03:51] Ergebnis nach zwanzig Jahren – die Ausnahme bleibt Ausnahme.
[00:03:54] ein Anspruch darauf besteht laut Rechtsprechung nicht.
[00:03:57] Es fehlt also nicht an Einsicht, es fehlt an der Bereitschaft sie anzuwenden und das hat einen Grund!
[00:04:03] Der Apparat wächst mit dem was er prüft.
[00:04:06] Vom zusätzlichen jährlichen Erfüllungsaufwand seit Zwei-tausend elf entfällt laut Normenkontrollrat der größte Anteil auf Verwaltung.
[00:04:13] selbst Wenn sich über Prüfvorgänge definiert, kann schlecht auf sie verzichten.
[00:04:22] Beim nächsten Kommentar scheint sich jemand auszukennen.
[00:04:26] Zwei Fragen werden hier systematisch vermischt.
[00:04:28] Erstens Besteht die Behinderung noch?
[00:04:31] Bei Querschnittslähmungen, Amputationen oder angeborenen Fehlbildungen ist das keine offene Frage.
[00:04:37] Und Paragraf onehundfünfzig Absatz zwei zwei Sozialgesetzbuch neun sieht dafür ausdrücklich unbefristete Feststellungen vor.
[00:04:46] Zweitens passt der bewilligte Bedarf noch.
[00:04:49] Das kann sich tatsächlich ändern durch Hilfsmittel, Wohnsituation und Alterung.
[00:04:54] Dafür gibt es die Gesamtplanüberprüfungen nach Hundertundzwanzig SGB neun – und die hat ihren Sinn!
[00:05:02] Das Problem ist nicht, dass überprüft wird.
[00:05:05] Das Problem is‘, das die zweite Frage regelmäßig als die Erste gestellt wird und damit Beweislast erzeugt, die nach § Titel und Untertitel lauten, eine Steuererklärung in fünf Minuten kann glücklich machen.
[00:05:33] Warum gehören Finnen zu den glücklichsten Menschen weltweit?
[00:05:37] Wegen der Natur oder wegen des Steuersystems?
[00:05:40] Marko Haikura, Chef der finnischen Steuerverwaltung meint – da könnte etwas dran sein!
[00:05:47] Hier der Artikel in Auszügen.
[00:05:49] Marco Haikoura, sixty hat das Steuersystem seines Landes komplett auf den Kopf gestellt.
[00:05:55] Heute kann man in Finnland seine Steuererklärung in fünf Minuten auf dem Smartphone machen.
[00:06:00] Vorausgesetzt – man ist ein einfacher Falt und hat nichts Großes abzusetzen!
[00:06:04] Allerdings?
[00:06:05] Das Steuerstem konnte auch deshalb vereinfacht werden weil die Regierungen Helsinki schon ziemlich viel über die Bürgerinnen und Bürger des Landes weiß.
[00:06:14] Ein Gespräch über Steuerzahler als Kunden.
[00:06:18] Sie haben gesagt, die Finnen könnten ihre Steuererklärung in fünf Minuten auf dem iPhone machen.
[00:06:23] Ist das wirklich so?
[00:06:25] Ja – die Bürger bekommen ein digitales Formular zugeschickt, indem die meisten Dinge schon vorausgefüllt sind.
[00:06:31] Die Menschen brauchen nur noch abzuhaken und zu unterschreiben.
[00:06:34] Nur bei einer Million von den insgesamt vier Komma fünf Millionen Steuererklärungen, die wir herausschicken werden von den Leuten im Nachhinein noch Änderungen gemacht.
[00:06:42] Alles andere wird so akzeptiert!
[00:06:45] Die Steuerzahler müssen dann einfach nur auf einen Bestätigungsbutton drücken.
[00:06:49] Ganz einfach, eine Steuererklärung in fünf Minuten kann glücklich machen!
[00:06:54] Dann ist der Job des Steuerberaters in Finnland vermutlich schon ausgestorben?
[00:06:58] Nein die gibt es noch – sie werden ja gebraucht.
[00:07:01] Wenn Sie zum Beispiel viel mit Aktien handeln, in Kryptowährungen investieren oder ein Unternehmen haben, dann brauchen Sie vielleicht einen Steuerberater, der das für Sie regelt.
[00:07:09] Alles andere aber ist ziemlich einfach, da sind Steuerzahler ganz einfach Kunden die bestmöglich bedient werden müssen.
[00:07:17] Steuerzahl als gute Kunden?
[00:07:19] Das klingt interessant!
[00:07:21] Grundsätzlich ist es so dass wir den Menschen vertrauen – aber wir arbeiten auch mit risikobasierten Modellen und Algorithmen und wissen wo wir es mit riskanteren Gruppen zu tun haben….
[00:07:31] das sind Aber Ausnahmen.
[00:07:33] In der Regel geben wir den menschen schon vorher viele Ratschläge wie sie das so einfach wie möglich machen können.
[00:07:39] Die finnische Steuerverwaltung gilt als stark digitalisiert und effizient.
[00:07:43] Steuererklärungen sind bereits weitgehend vorab ausgefüllt, das heißt aber doch auch dass der Staat ziemlich viel über seine Bürgerinnen und Bürger wissen muss!
[00:07:52] Ja wir sammeln alle möglichen Informationen schon im Vorfeld – von den Arbeitgebern bankten den Kommunen sämtlichen staatlichen Stellen.
[00:08:00] Es gibt nur wenig, das wir nicht schon wüssten.
[00:08:03] Wir haben mehrere Zentralregister, nicht nur ein einziges.
[00:08:06] Sobald ein Kind geboren wird, wird es in ein großes Informationssystem aufgenommen, indem wichtige persönliche Daten der Bürger erfasst werden.
[00:08:14] Im Alter von fünfzehn Jahren erhält es dann automatisch eine Steuerkarte.
[00:08:20] Hier kann man sehen ob der oder diejenige über Einkommen verfügt und wie viele Steuern gezahlt werden müssen.
[00:08:26] Außerdem haben wir ein zentrales Einkommensregister, das auf den Meldungen der Arbeitgeber aufbaut.
[00:08:32] Die Unternehmen übermitteln damit Informationen zu Gehältern und Einkommen.
[00:08:36] Darüber hinaus stellen die Gemeinden Informationen zur Wohnraum- und Immobilien bereit.
[00:08:41] Dazu kommen noch einen Immobilianregister ,ein Fahrzeugregister und viele weitere Datenbanken.
[00:08:47] Kann ich Kosten überhaupt steuerlich absetzen?
[00:08:50] Was ist mit Kindern und deren Ausbildung mit Unis?
[00:08:53] Wir wissen, wie viele Kinder sie haben und wie alt die sind.
[00:08:56] Bis sie achtzehn Jahre alt sind können Sie automatisch Steuerabzüge für ihre Kinder ansetzen.
[00:09:01] Für Pendlerkosten wird automatisch ein Abzug von siebenhundertfünfzig Euro gewährt.
[00:09:05] Wenn es mehr sein soll als sieben hundertfünfzeig Euro im Jahr muss man sich das genauer anschauen.
[00:09:10] Alles was darunter ist wird automatische akzeptiert.
[00:09:13] Grundsätzlich gibt es aber nicht so viele Möglichkeiten kostensteuerlich abzusetzen Wie bei ihnen in Deutschland.
[00:09:20] Sie haben das finnische Steuersystem vor einigen Jahren komplett auf den Kopf gestellt.
[00:09:24] Wie lange hat es gedauert?
[00:09:26] Das Ganze hat an die sieben Jahre gedauern,
[00:09:28] v.a.,
[00:09:29] die Einführung des IT-Systems hat Zeit gebraucht!
[00:09:33] Das deutsche Steuersteuersystem ist vorsichtig gesagt ein hochkomplexer DUMMEL.
[00:09:37] Jede Erklärung und jede Ausgabe werden im Detail geregelt und berechnet – das kann anstrengend sein.
[00:09:42] Aber….
[00:09:43] Kann es in einem System wie dem Finnischen überhaupt gerecht
[00:09:46] zugehen?!
[00:09:47] Doch natürlich, wir haben ja auch ein progressives Steuersystem.
[00:09:51] Es zahlen ja nicht alle das Gleiche!
[00:09:53] Je mehr sie verdienen, desto mehr zahlen sie und wenn Sie nichts abzusetzen haben und keine großen Aktienpakete besitzen gehören sie zu den vielen Menschen in Finnland bei denen es schnell geht.
[00:10:04] Das klingt jetzt aber wirklich sehr einfach.
[00:10:06] Aber es sind ja auch nicht alle Menschen fest angestellt oder machen einen großen Bogen um Aktiendiels.
[00:10:13] Es gibt bei uns viele Bauern- und Kleinunternehmer.
[00:10:15] Da sind die Dinge natürlich komplizierter.
[00:10:18] Aber wie gesagt, wir recherchieren schon im Vorfeld sehr viel und arbeiten mit Risikomodellen Und Menschen werden diesen Risikogruppen zugeordnet?
[00:10:27] Vereinfacht gesagt haben wir an die siebzehn verschiedene Risiko-Levels.
[00:10:31] Für mich könnte es zum Beispiel Gruppe Fünf sein.
[00:10:33] Sie könnten in Gruppe Zwölf stecken.
[00:10:36] Gruppe zwölf für mich.
[00:10:38] Gemäß unserer Risikoanalyse könnten sie theoretisch einer Berufsgruppe angehören, in der das Risiko von falschen Berechnungen bei Abzügen größer ist als in anderen Gruppen.
[00:10:48] Daher möchten wir den Sachverhalt genauer prüfen – aber machen Sie sich keine Sorgen!
[00:10:53] In der Regel würden wir Ihnen vertrauen.
[00:10:56] In zweiundneunzig Prozent der Fälle haben wir keine weiteren Nachfragen und lassen die Erklärung automatisch durchgehen.
[00:11:02] Dem Rest gehen wir nochmal nach, da steigen wir tiefer ein.
[00:11:06] Wie reagieren die Leute, wenn sie erfahren dass sie zu den acht Prozent gehören denen Sie nicht vertrauen?
[00:11:11] Das hängt davon ab wie sie die Menschen kontaktieren.
[00:11:15] Das muss diskret und freundlich sein.
[00:11:17] es sind ja unsere Kunden.
[00:11:19] Ich hatte selbst mal die Erfahrung gemacht weil wir als Familie einen Wald besitzen und da wollten wir einige Kosten absetzen Und auf einmal gab es da einige Nachfragen.
[00:11:29] Dann wurde uns gesagt, dass wir zu wenig berechnet haben.
[00:11:31] Wir konnten also noch einiges mehr an Kosten absetzen.
[00:11:35] Sie sehen es geht auch in diese Richtung.
[00:11:37] Aber klar!
[00:11:38] Es kann manchmal auch ziemlich unglücklich enden.
[00:11:42] So weit zu dem Artikel.
[00:11:44] Das ist schon wirklich krass oder?
[00:11:47] Erstens einerseits im Beitrag von Raul Krauthausen zu lesen das nach gewesen werden muss das nach einer Amputation des Beines das Bein immer noch weg ist oder dass eine genetisch bedingte Erkrankung immer noch genehmtisch bedingt und nicht weg ist?
[00:12:02] Wo gibt es das denn, dass man nachweisen muss, daß die Wunderheilung ausgeblieben ist.
[00:12:07] Und dass es andererseits ein Land gibt – das Formulare auf Basis der bereits vorhandenen Informationen schon mal vorab befüllt um an diese nur noch kontrollieren und bestätigen muss!
[00:12:18] Ich wüsste ja was mir lieber wäre… Vor allem wenn es um Daten geht, die irgendeiner Behörde ohnehin schon von mir
[00:12:24] vorliegen.“.
[00:12:26] In diesem Fall hätte ich doch gar nichts dagegen, wenn die Behörden digitalisierter und vernetzter wären.
[00:12:31] Und wie sieht das in der internen Revision aus?
[00:12:34] In der interner Revision wäre das vergleichbar damit dass man sich zum Beispiel nicht alles vom Fachbereich einzeln heraus suchen lässt und sich zur Verfügung stellen lässt.
[00:12:44] Stattdessen sollte man als interne Revision eigene Zugriffe auf IT-Systeme anfordern – und die sich einrichten lassen und dann zieht man sich die erforderlichen Informationen selbst ab!
[00:12:55] Ähnliches gilt auch für Arbeitsanweisungen und Reporting-Packages.
[00:12:59] Selbstverständlich sollte man vorab oder in einem Kickoffgespräch abklären, ob man auf die richtigen Informationen zugreift um Plausibilisierungen vornehmen.
[00:13:08] Wenn man selbst bestimmt unterwegs ist dann muss man sich relativ sicher sein dass man auf der richtigen Datengrundlage aufsetzt.
[00:13:16] Aber hierzu hatte ich vor Kurzem einen anderen Podcast gemacht.
[00:13:19] Wer mehr zu Datenanalysen hören will, der kann sich die fourhundertsechsunddreißig Datenanalysen souverän besprechen anhören!
[00:13:27] Der zweite Punkt betrifft das Thema Kundenorientierung und die grundlegende Frage mit welcher Haltung man unterwegs ist – Vertrauen oder Misstrauen?
[00:13:37] Raul Krauthausen und einige der Kommentatoren seines Posts scheinen das Gefühl zu haben dass der Staat ihnen misstraut.
[00:13:44] Sie hätten den Eindruck, der Staat würde ihn Betrug unterstellen oder sie bzw.
[00:13:48] die Bürger mit Absicht gängeln.
[00:13:51] Eine ganz andere Haltung hat die finnische Steuerverwaltung – sie vertraut ihren Kunden grundsätzlich und nutzt einen risikoorientierten Ansatz.
[00:14:00] Und wie ist das jetzt bei Ihnen in der internen Revision?
[00:14:03] Ich hoffe, Sie nutzen ebenfalls einen risikoorientierten Ansatz.
[00:14:06] Mir ist schon klar, dass Sie als langjährige Mitarbeiterin oder langjähriger Mitarbeiter Ihrer Revisionspartner kennen und wissen, wem sie wirklich vertrauen können – und wem nicht!
[00:14:16] Aber haben Sie sich schon einmal gefragt, mit welcher Haltung sie in eine Prüfung oder ein Gespräch gehen?
[00:14:22] Unterstellen Sie bei Auffälligkeiten erst mal einen Verstoß.
[00:14:26] Oder gehen Sie davon aus dass Ihnen einfach noch irgendeine Information fehlt?
[00:14:31] Als dritten Punkt möchte ich etwas aus einem Kommentar zu dem Rollkrauthausen-Post aufgreifen.
[00:14:38] Dort stand der Apparat wächst mit dem was er prüft.
[00:14:42] Wer sie über Prüfvorgänge definiert kann schlecht auf sie verzichten.
[00:14:47] Ja, es stimmt.
[00:14:47] Es gibt zweifellos das Thema der wachsenden Bürokratie – eine Organisation kann sich über solche Mittel und Wege selbst am Leben halten und wachsen.
[00:14:56] Allerdings benötigt sie hierzu immer auch den Menschen als Erfüllungsgehilfen – zumindest aktuell noch!
[00:15:02] Wer weiß wie das mit KI und Robbern dann ist?
[00:15:05] Der Mensch ist in der Lage Prozesse so zu überarbeiten dass sie so intelligent aufgesetzt sind, dass auf sinnlose Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen verzichtet werden
[00:15:14] kann.“.
[00:15:15] In meiner Beobachtung ist das den Unternehmen mit ihrem Effizienzstreben im Zuge des Terrorismus gut und fast schon zugut gelungen.
[00:15:24] Behörden hinken diesbezüglich in meiner Beabachtung noch stark hinterher, hier im Kleinen anzufangen und sich auf das klein-klein zu konzentrieren bringt nicht den gewünschten Effekt.
[00:15:35] Effektiver wäre es, hier sich zurückzulehnen und das Ganze neu aufzusetzen.
[00:15:40] So wie in der finnischen Steuerverwaltung.
[00:15:43] Dort ist das innerhalb von sieben Jahren entstanden – das hat bestimmt auch bedeutet alte Zöpfe abzuschneiden!
[00:15:51] Dort werden die einfachen Fälle nicht mehr ausführlich geprüft.
[00:15:55] Dort gibt es Pauschalen, die angesetzt werden weil eine Prüfung viel aufwendiger wäre….
[00:16:00] Hier hat Deutschland meiner Meinung nach einen sehr großen Nachholbedarf.
[00:16:05] Niemals werde ich vergessen, dass es mal eine Prüfung der deutschen Rentenversicherung gab die nach tagelanger Prüfungen festgestellt hat das eine Rente einen um ein Cent abweichenden Betrag hatte.
[00:16:17] Allein sich mit solch geringen Abweichungen zu beschäftigen kostete den deutschen Staat hunderte von Euros.
[00:16:24] Für den Rentenempfänger wird dieser Betrag auch keine große Rolle gespielt haben.
[00:16:29] Hier hört man von den Behörden, das seien die EDA-Kosten.
[00:16:34] Das sehe ich nicht so!
[00:16:35] Hier könnten stattdessen risikoorientiertere Prüfungen durchgeführt werden – das Personal könnte sinnvoller eingesetzt werden.
[00:16:42] Von daher widerspreche ich dem Kommentator ausdrücklich Wer sich über Prüfvorgänge definiert kann dafür sorgen dass sie sinnvoll sind.
[00:16:53] Es geht nicht darum, auf Prüfungen vollständig zu verzichten.
[00:16:56] Das macht die finnische Steuerverwaltung auch nicht – sie hat ein risikobasierter System.
[00:17:02] Vielmehr geht es darum, die Kräfte dort einzusetzen wo Risiken bestehen und sich eine Prüfung lohnt!
[00:17:07] Und genau so sollten Sie es in der internen Revision handhaben.
[00:17:12] Schauen Sie was sich zu prüfen lohnt.
[00:17:14] Zu einer Prüfungszeit gehört ja immer ein Blick auf das große Ganze und insbesondere auf die Prozesse.
[00:17:20] Sollten Sie feststellen, dass Prozesse Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen oder sinnlose Tätigkeiten enthalten sowie bei diesem Neurologen der immer noch bestätigen muss das Dergeneffekt weiterhin besteht?
[00:17:33] Dann schreiben sie dazu eine Feststellung.
[00:17:36] Hier sind die Prozesses zu optimieren und sinnvoll aufzusetzen.
[00:17:40] In Zeiten des Fachkräftemangels werden die Kollegen hier auch nicht gleich ihren Job verlieren Denn zu tun gibt es genug.
[00:17:48] Es sollte nur ihm immer sinnvoll sein.
[00:17:51] Und um Ihren Einwand gleich vorweg zu nehmen?
[00:17:53] Ja, ich weiß dass es von Außenvorgaben gibt die geprüft werden müssen auch wenn sie sinnlos erscheinen.
[00:18:00] Falls Sie so etwas identifizieren, nutzen sie Ihren Einfluss um darauf hinzuwirken dass diese externe Vorgabe entsprechend geändert wird.
[00:18:09] Lassen Sie uns auch untereinander in den Austausch gehen – gemeinsam können wir bestimmt leichter etwas daran verändern als jeder und jede einzelne von uns!
[00:18:30] Tragen Sie sich auch gerne für meinen sehr selten erscheinenden Newsletter auf pohani.com ein!
[00:18:35] Wenn sie mir was mitteilen wollen, schreiben sie mir gerne eine Mail an infraredpohani .com oder nutzen das Kontaktformular auf meiner Webpage.
[00:18:43] Dort können Sie Ihre absente Mailadresse angeben – oder eben nicht, dann kommt das Ganze trotzdem an und bleibt zu hundert Prozent
[00:18:49] anonym.“.
[00:18:51] Wenn Ihnen der Podcast gefällt, machen Sie gerne Werbung dafür.
[00:18:54] Denn wir alle profitieren davon wenn jeder in seiner Revision so wirksam wie möglich ist!
[00:18:59] Also bleiben sie dran und hören Sie gerne wieder rein in Ihren Podcast – In Seine Revisionen souverän, kollegial und wirksam.
[00:19:05] Mein Name ist Sylvia Puhani und ich wünsche Ihnen erfolgreiche Prüfungsprozesse.

Wenn das Bundesverfassungsgericht vom Nutzen einer „gegenseitigen Kontrolle“ spricht und das Ende der „Intendanten-Herrlichkeit“ einläutet, dann sollten wir aufhorchen.

Das Bundesverfassungsgericht formuliert:
„Eine […] Kontrolle ist tauglicher Aspekt der Gestaltung der Binnenorganisation der Geschäftsleitung einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt und fördert die Funktionsfähigkeit der Wahrnehmung der Aufgaben der Geschäftsleitungsfunktion.“

Heißt auf Deutsch: Die Begrenzung der Macht gewährleistet, dass die Geschäftsleitung ihre Aufgaben besser wahrnimmt.
Oder umgekehrt ausgedrückt: Zu viel Macht beeinträchtigt die Geschäftsleitung darin, ihre Aufgaben optimal wahrzunehmen.

#441: Bürokratie vs. Risikoorientierung: Was die Interne Revision vom finnischen Steuersystem lernen kann

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Folge 292: Die Implosion der Titan – Wenn der CEO nicht will

Vorstand | Was unterscheidet eigentlich den Untergang der Titanic von der Implosion der Titan?Die Titan war das U-Boot, mit dem man das Wrack der Titanic besichtigen konnte, bis es auf seiner letzten solchen Tauchfahrt dem immensen Wasserdruck nicht mehr stand hielt und implodierte. Es gab in beiden Fällen mehr oder weniger offensichtliche Konstruktionsfehler, den Wunsch Rekorde zu brechen, in Kauf genommene Gefahren, dramatische bzw. zumindest versuchte Rettungsbemühungen, Fehleinschätzung von Risiken und die damit verbundene Profitgier der Unternehmer. In diesem Podcast stelle ich Ihnen einen Artikel aus der NY Times vom 20.06.2023 vor und analysiere im Anschluss die Governance von OceanGate, dem Unternehmen, das die Tauchgänge zur Titanic anbot. Selbstverständlich schätze ich auch noch die Erfolgschancen einer Internen Revision ein - falls OceanGate eine Interne Revision gehabt hätte (wovon ich nicht ausgehe). Mein Fazit ist: OceanGate hat die Implosion geradezu herausgefordert. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie als Interne Revision bei einem CEO, der keine Risiken sehen will, aufgeben sollten! "Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht,sondern die...

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Folge 280: Scheinbarer Stillstand bei strukturellem Reformbedarf

Change | Jan Böhmermann behauptet, und das nehme ich als Ausgangsbasis jetzt mal so hin, dass öffentlich-rechtliche Strukturen nie eine grundlegende Aktualisierung erfahren haben, und stellt er sich folgende Fragen:

Mangelt es an Urteilsvermögen darüber, was funktioniert und was nicht?
Fehlen die Skills für eine Veränderung?
Fehlt der Mut für einen Schritt nach vorn?

In diesem Podcast stelle ich Ihnen den sog. Risikosteuerungskreislauf vor…

Festlegung strategischer Ziele
Identifikation von Risiken
Beurteilung, Messung und Bewertung dieser Risiken
Steuernde Eingriffe
Risikobewältigung
Kontrolle der Auswirkungen
Überprüfung der Annahmen auf ihre Gültigkeit

… und gebe Ihnen Tipps, wie Sie als Interne Revision Veränderungsprozesse wirksam unterstützen können.

Wenn Sie eine darüber hinausgehende Unterstützung benötigen sollten, melden Sie sich gerne bei mir.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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Folge 270: Kulturell verursachte Kosten – ein Thema für die Internen Revision

Wenn wir unsere Augen aufhalten und auf die Unternehmenskultur achten, können wir ihr auf die Spur kommen:
• Was darf man ungestraft sagen oder tun?
• Welches Verhalten wird strikt bestraft?
• Was verleiht Status?
• Welche Rituale gibt es und inwieweit ergeben diese (noch) Sinn?

Wir können auch auf die Auswirkungen der aktuellen Unternehmenskultur achten:
• Können Stellen nicht besetzt werden?
• Ist in bestimmten Altersgruppen eine erhöhte Fluktuation im Gange?
• Ereignen sich kostenintensive Fehlschläge?
• Zeigen sich andere Auswirkungen schlechter Entscheidungen?
• Lässt sich fehlender Mut und vorauseilender Gehorsam feststellen?

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Folge 269: Der Lohn der Standhaftigkeit – 5. Geburtstag des Podcasts

In diesem Geburtstagspodcast – es sind jetzt schon 5 Jahre! – habe ich einen großen Mutmacher für Sie. Das ist mein großes Dankeschön an Sie – für 5 Jahre Zuhören, wunderbare Rückmeldungen und schöne Gespräche. Vielen Dank für Ihre wunderbare Unterstützung!

Es geht um Standhaftigkeit. Am Beispiel der Standhaftigkeit eines Bürgermeisters im Zentrum des schrecklichen Erdbebens in der Türkei und in Syrien am 06.02.2023. Wie durch ein Wunder kam fast keiner seiner Bürger zu Schaden. Dies weckte Interesse geweckt und veranlasste die internationale Presse nachzufragen.
Die Recherchen zeigten: Dieser Bürgermeister war standhaft und setzte durch, dass die geltenden Bauvorschriften konsequent eingehalten wurden. D.h. er ließ keinerlei illegale Bauten und Bautätigkeiten zu. Das hat ihm nicht nur Freunde eingebracht.

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Folge 250: Hilfe, ein neues Thema!

In diesem Podcast zeige ich anhand eines konkreten Beispiels, dass Sie als erfahrener Revisor oder erfahrene Revisorin keine Angst vor neuen Themen haben müssen. Meine konkreten Tipps: Lassen Sie sich nicht von neuen Themen überwältigen.Vergraben Sie sich nicht in irgendwelchen unwichtigen Details.Wursteln Sie nicht erst einmal wild und ziellos vor sich hin.Erarbeiten Sie dieo wichtigsten Punkte für eine Prüfungsaussage undo die größten Risiken und Probleme des Prüfungsthemas.Überlegen Sie, wie Sie diese am einfachsten angehen und beurteilen können.Falls Sie merken, dass Sie sich alleine verrennen, halten Sie inne.Sprechen Sie bei für Sie neuen Themen Revisionskollegen an, die mit solchen Themen bereits Erfahrung sammeln konnten. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Daher macht es Sinn, dass wir uns gegenseitig unterstützen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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Folge 223: Wer antwortet ist ein Indiz für weitere mögliche Risiken

In diesem Podcast wird eine konkrete Situation aus der Praxis der Internen Revision vorgestellt, bei der es darauf ankommt, wer die Fragen der Revision beantwortet. Antwortet jemand, der nicht gefragt wurde, ist dies ein Indiz für weitere mögliche Risiken. Es kann Ihnen helfen auszuloten, in welche Richtung sich die weitere Befragung lohnen könnte. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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Folge 214: Die Wichtigkeit des Narrativs

Ein Narrativ ist ein rein mentales Konzept. Es ist die Story, die wir uns oder auch anderen erzählen. Es betrifft oft uns selbst und verfügt über charakterisierende Eigenschaften. Das Narrativ ist die Grundlage von Geschichten und den damit verbundenen Werten und Glaubenssätzen und hat Einfluss auf unser Selbstverständnis. Es beschreibt, - wer wir sind, - was wir tun und - weshalb wir es tun. Damit verleiht es Identität und leitet unser Verhalten. Passt dieses Narrativ nicht zu den Werten, Glaubenssätzen und Verhaltensweisen einer Organisation können sich daraus existenzielle Risiken für diese Organisation ergeben. Denn die Mitarbeitenden sind ja nicht blöd: Sie erkennen den Unterschied zwischen Soll und Ist. Das kann u.a. zu Zynismus und Dienst nach Vorschrift führen. Was bedeutet das für die Interne Revision? • Wenn wir feststellen, dass das Narrativ nicht zu den Handlungen und Verhaltensweisen in unseren Organisationen passt, stellt das einen Risikofaktor dar. • Wir sollten auf diese Abweichungen zwischen Soll und Ist hinweisen und mögliche ggf. sogar existenzielle Risiken erläutern. • Wir Revisoren sollten unseren kritischen Blick bewahren und keinem der angebotenen oder...

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Folge 209: Die Rolle der Revision beim Organisationsversagen

Wenn etwas schiefgeht, sollte die Interne Revision der Frage nachgehen, ob die Organisation insgesamt besser aufgestellt sein könnte bzw. müsste. Am Beispiel des Serienmörders Niels Högel, der als Pfleger mindestens 87 Morde begangen hat, wird die Rolle der Internen Revision zum Thema Organisationsversagen veranschaulicht. Denn in diesem Fall gilt es, folgende Fragen zu klären: - Wie konnte ein Krankenpfleger jahrelang auf Intensivstationen morden? - Weshalb wurden die Morde nicht früher entdeckt? - Wo waren jene, die das hätten verhindern können? - Aus welchen Gründen hat ihn niemand gestoppt? - Wie konnte dieser Mann selbst dann noch ein letztes Mal töten, nachdem er 2005 schon aufgeflogen war? Vielleicht kommt Ihnen dazu gleich als Antwort in den Sinn: "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf". Dieses Zitat bedeutet hier, dass eine Organisation in die kollektive Falle des nicht so genau Hinsehens oder Wegsehens tappt. Der Podcast stellt anhand von einem Beispiel von Winston Churchill vor, was auch in traditionell aufgestellten Organisationen dagegen getan werden kann. Selbstverständlich wird auch besprochen, was eine Interne Revision tun kann, um nicht selbst auch in diese...

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Folge 191: Kommen Sie mir nicht mit X, sondern mit Y!

Ich glaube, es fällt niemandem von uns schwer, diesen Lückentext zu füllen. Und genau das kann ein Problem sein. Adam Grant schreibt in seinem Buch "Originals", dass solch eine Kultur erhebliche Risiken birgt. Denn sie reduziert Rückfragen zu den vorgeschlagenen Lösungen. Besonders fatal wird es, wenn ein Problem erst gar nicht angesprochen wird, weil derjenige, der es identifiziert hat, keine Lösung dafür weiß.Hinterfragen Sie also Lösungen und denken Sie bei Ihren lösungsorientierten Maßnahmen immer darüber nach, ob diese nicht auch unerwünschte Risiken und Nebenwirkungen mit sich bringen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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Folge 185: Wie konnte dieses Zugunglück passieren?

Am 24.9. übersah ein Lokführer ein Signal, er geriet auf ein Notgleis und es entstand ein Millionenschaden. In diesem Fall ermittelt die Bundespolizei. Uns Revisoren wird in ähnlichen Fällen die Frage gestellt, wie so etwas passieren konnte. Aus diesem Grund greife ich den Fall exemplarisch heraus und plädiere in diesem Podcast dafür, nicht vorschnell auf menschliches Versagen abzustellen. Für eine Organisation ist es immer einfacher, Probleme auf einzelne Sündenböcke zu schieben. Werden einzelne "schuldige" Personen identifiziert, kann die Organisation personelle Maßnahmen einleiten und nachvollziehbar behaupten, das Problem sei damit behoben. Das Verhalten eines einzelnen Menschen geschieht immer in einem bestimmten Kontext. Also muss letzterer auch bei der Klärung der obigen Frage in die Betrachtung mit einbezogen werden. Ich zeige auf, welche weiteren Fragen gestellt werden sollten – zum Beispiel: Weshalb ist menschliches Versagen überhaupt möglich und nicht mittels Technik ausgeschlossen?Weshalb ist ein Notgleis nicht so konzipiert, dass es Millionenschäden verhindern kann?War der Vorfall versicherbar und wurde er versichert?Welche Versicherungsbedingungen lagen...

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Folge 184: Ingo Sorgatz über Interne Revision in Behörden

In diesem Interview unterhalte ich mit mit Ingo Sorgatz über die Interne Revision in Behörden.Wir sprechen über die Besonderheiten einer Internen Revision in der öffentlichen Verwaltungmögliche Risikentypische Prüfungsthemendie Erstellung des Prüfungsuniversumsmögliche Interessenkonflikte unddie Corona-Pandemie. Wer mit Herrn Ingo Sorgatz in Kontakt treten möchte, erreicht ihn am besten per Mail unter Sorgatz(bei)email.de. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#135: Bitte beachten Sie Risiken und Nebenwirkungen

Kürzlich habe ich einen Podcast gehört, in dem am Rande von der Internen Revision die Rede war.Ich fand dabei interessant, wie Interne Revisoren von Nicht-Revisoren wahrgenommen und beschrieben wurden:"Interne Revisoren sind die, die auf die Einhaltung von Regeln achten - egal wie veraltet oder sinnlos die jeweilige Vorschrift im gegebenen Kontext ist."Herausgehört, oder auch projiziert habe ich:"Revisoren sind kleinkariert, halten sich sklavisch an jede Vorschrift und prangern fehlende Regeleinhaltung an." Das hat mich geärgert. Also habe darüber nachgedacht, was genau mich daran so ärgert. Daraus entstand dieser Podcast. Ich freue mich über Ihre Kommentare in der Xing- oder LinkedIn-Gruppe "Interne Revision – souverän, kollegial und wirksam" unter dem Post zu diesem Podcast. Vielen Dank! Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#062: Wie Sie Checklisten sinnvoll einsetzen

In diesem Interview unterhalte ich mich mit Frau Dr. Annette Gebauer über den sinnvollen Einsatz von Checklisten. Frau Dr. Annette Gebauer ist systemische Organisationsberaterin und Inhaberin der Beratung Interventions for Corporate Learning (ICL). Ihre Beratungsschwerpunkte sind Corporate Learning, High Reliability Organizing sowie Management- und Kulturentwicklung.  Sie unterstützt zahlreiche internationale Unternehmen in Veränderungsprozessen zur nachhaltigen Kulturentwicklung sowie zur Steigerung der organisationalen Lern- und Leistungsfähigkeit. Aus ihrem Buch "Kollektive Achtsamkeit organisieren: Strategien und Werkzeuge für eine proaktive Risikokultur" habe ich unter anderem gelernt, dass es verschiedene Arten von Checklisten gibt. Das war mir vorher gar nicht so bewusst, obwohl ich mich in meiner Prüfungstätigkeit immer wieder mit diesem Kontrollinstrument und seinen Risiken auseinandergesetzt habe. Checklisten bergen die Gefahr, dass man den Kopf ausschaltet. Außerdem suggerieren sie einen oft trügerischen Eindruck von Vollständigkeit. Und dann stellt sich immer auch noch die Frage, ob sie aktuell und für den jeweiligen Kontext angemessen sind. Aus diesen Gründen stand...

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