#372: "Wer zahlt, schafft an" und die Interne Revision

#372: "Wer zahlt, schafft an" und die Interne Revision

#372: "Wer zahlt, schafft an" und die Interne Revision

Jeff Bezos schränkte ein, welche Kommentare im Meinungsteil der Washington Post erscheinen dürfen. Damit hat er meine impliziten Annahmen gegenüber einer Zeitung bzw. Journalisten erschüttert:

  • Eine Zeitung hat Interesse an journalistischer Objektivität.
  • Eine Zeitung fühlt sich den journalistischen Grundwerten verpflichtet.
  • Journalisten decken Probleme auf und weisen auf Interessenkonflikte hin.
  • Journalisten sind so etwas wie eine Line of Defense für ein Land oder eine Gesellschaft.

Nun: an den Journalisten und deren Integrität scheint es weniger zu liegen.
Wir haben hier den Fall, dass der Eigentümer der Washington Post kein Journalist ist.

Mich hat dieses Muster an den Fall der medizinischen Versorgungszentren erinnert:

„Der Eigner ist nicht vom Fach und verfolgt rein wirtschaftliche Interessen“

Über medizinische Versorgungszentren, bei denen Nicht-Medizinier Eigentümer sind, hört und liest man ebenfalls, dass diese primär wirtschaftliche Interessen verfolgen und das Gesundheitssystem abzocken. In meinem Podcast werden die Medizinischen Versorgungszentren in Episode #276‚ „Die Arztpraxis als Renditeobjekt und die Interne Revision“ behandelt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Danke für’s Teilen in Ihrem Netzwerk!

Verwandte Beiträge

#370: Wenn die Interne Revision unter Zeitdruck gesetzt wird

Auch wenn Menschen, die nicht in der Internen Revision arbeiten, es kaum glauben können: Ja auch in der Internen Revision steht man unter Zeitdruck. In diesem Podcast widme ich mich den Fällen, in denen der Revisionspartner Sie unter Zeitdruck setzt.

read more

Ihre Frage für den Podcast

Schicken Sie mir Ihre Frage, anonym und unkompliziert. Als Name können Sie gerne ein Pseudonym verwenden.

* Einverständniserklärung

13 + 3 =

#372: "Wer zahlt, schafft an" und die Interne Revision

#371: Folter, Dokumentationsmängel und die Interne Revision

#371: Folter, Dokumentationsmängel und die Interne Revision

Danke für’s Teilen in Ihrem Netzwerk!

Achtung: Bitte hören Sie sich diese Podcastfolge NICHT an, falls Sie sich zu den zarter besaiteten Menschen zählen würden!
Denn in diesem Podcast greife ich Fakten aus der Berichterstattung der Nationalen Folterkommission zu den Zuständen in der Bayerischen JVA Gablingen auf.

Es geht dabei um:

  • Prüfungshemmnisse: eine 20-minütige Wartezeit bei einer unangekündigten Vor-Ort-Prüfung
  • eine Beschwerde eines hohen Beamten ob des unangekündigten Besuches – obwohl die Kommission das Recht hierfür hat
  • diverse Feststellungen aus dem Prüfungsbericht, eine seltene Häufung von Missständen betreffend
  • Dokumentationsmängel
  • eine Stellungnahme zu dem Bericht
  • eine Diskussion der Wirksamkeit der angekündigten Maßnahmen (was könnte wirksam sein – was wahrscheinlich nicht?) und vor allem
  • was fehlt?

In meinem Fazit beschäftige ich mich mit den geltenden Rahmenbedingungen und stelle die Frage, weshalb sich Europa Konventionen gibt, wenn diese von den Mitgliederstaaten dann ignoriert oder über die Zeit ausgesessen werden können.

Genauso wie die Nationale Folterkommission sollte auch die Interne Revision kein Feigenblatt sein!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Verwandte Beiträge

#370: Wenn die Interne Revision unter Zeitdruck gesetzt wird

Auch wenn Menschen, die nicht in der Internen Revision arbeiten, es kaum glauben können: Ja auch in der Internen Revision steht man unter Zeitdruck. In diesem Podcast widme ich mich den Fällen, in denen der Revisionspartner Sie unter Zeitdruck setzt.

read more

Ihre Frage für den Podcast

Schicken Sie mir Ihre Frage, anonym und unkompliziert. Als Name können Sie gerne ein Pseudonym verwenden.

* Einverständniserklärung

15 + 2 =

#372: "Wer zahlt, schafft an" und die Interne Revision

#352: Vorausschauende Regelungen und die Interne Revision

#352: Vorausschauende Regelungen und die Interne Revision

Danke für’s Teilen in Ihrem Netzwerk!

Regelungen | Selbstverständlich sollte eine Interne Revision sich nicht nur primär darum kümmern, dass Fehler oder Probleme behoben werden. Hand in Hand dazu sollten immer auch die zugrundeliegenden Annahmen, Werte oder Ziele zu hinterfragt werden.

Ein konkretes Beispiel hierfür, d.h. für Double-Loop-Learning, zu finden, ohne unsere Verschwiegenheitspflicht zu verletzen, ist herausfordernd. Denn oft geht es dabei um tiefgreifende, ggf. sogar strategische Veränderungen.

Wolfgang Janisch hat mir mit seinem Artikel aus der SZ vom 15.11.2024 aus diesem Dilemma geholfen. Der Artikel behandelt die Resilienz des Bundesverfassungsgerichts und insbesondere die Bedeutung der Regeln zu dessen Richterwahl.

Setzt man das Double-Loop-Learning ein, kann man als Interne Revision auf vorausschauende Regelungen hinwirken:
Stellen Sie Ihrem Revisionspartner hypothetische Fragen („Was wäre, wenn …“).
Deklinieren Sie hierbei jeweils jeden Parameter, jede Annahme und jeden Inputfaktor durch.
Z.B.: Was wäre wenn …
… die Datenzulieferung nicht funktioniert?
… die Daten teilweise nicht rechtzeitig aktualisiert werden?
… jeweils andere Inputfaktoren ausfallen, unvollständig sind oder verspätet kommen?
… die Weiterverarbeitung stockt
… eine Person krank und die Vertretung im Urlaub ist?
… Fachkräfte fehlen?

Wichtig ist, dass Sie nicht bereits die perfekte Regelung im Kopf haben und versuchen, diese Ihrem Revisionspartner aufzuoktroyieren.
Entwickeln Sie stattdessen die Regelungen gemeinsam im Dialog.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Verwandte Beiträge

#370: Wenn die Interne Revision unter Zeitdruck gesetzt wird

Auch wenn Menschen, die nicht in der Internen Revision arbeiten, es kaum glauben können: Ja auch in der Internen Revision steht man unter Zeitdruck. In diesem Podcast widme ich mich den Fällen, in denen der Revisionspartner Sie unter Zeitdruck setzt.

read more

Ihre Frage für den Podcast

Schicken Sie mir Ihre Frage, anonym und unkompliziert. Als Name können Sie gerne ein Pseudonym verwenden.

* Einverständniserklärung

3 + 14 =

#372: "Wer zahlt, schafft an" und die Interne Revision

#312: Boeing und die Interne Revision Teil 2

Dokumentation | Es ist einer dieser Fälle, bei denen man sich als Revisorin oder Revisor auf die Zunge beißen muss, um nicht zu kommentieren:

  • Dachte ich mir! Oder
  • Das war ja zu erwarten! Oder
  • I told you so

Boeing war bereits am 12.01.2020 Thema in diesem Podcast, in Folge #91, nachdem im Oktober 2018 eine Boeing 737 MAX in Indonesien und im März 2019 eine weitere in Äthiopien abstürzte. Insgesamt kamen dabei 346 Menschen ums Leben.

Ich identifizierte aufgrund der Berichterstattung Probleme in der Führungskultur. Es sprach für mich nicht dafür, dass Boeing in seiner Unternehmens- und Führungskultur höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit verkörpert. Dies legte den Schluss nahe, dass dort Profit mehr zählte als Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Schon damals hielt ich das für unsinnig. Denn wenn die Reputation eines Flugzeugherstellers in Bezug auf Sicherheit angeschlagen ist, wirkt sich das automatisch auch auf den Profit aus.
Anstatt zu kurzfristige Ziele zu setzen, wäre es besser gewesen, als langfristiges Ziel die Resilienz der Organisation festzulegen. Und dazu gehört meiner Meinung nach auch ein exzellenter Ruf in Bezug auf Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Ich schlussfolgerte, dass es wohl jedem anzuraten wäre, sich nicht in eine Boeing, sondern in ein Flugzeug eines zuverlässigeren Herstellers zu setzen.

Durch die aktuelle „Beinahekatastrophe“ bei Alsaka Airlines hat sich meine Einschätzung leider bestätigt.

Wie würden Sie als Interne Revision mit dem identifizierten „Dokumentationsproblem“ bei Boeing umgehen?

Wie können Sie eine harte Prüfungsaussage treffen, ohne den Mechanikern die Schuld zu geben, da diese doch höchstwahrscheinlich „wie gewünscht“ handelten?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und selbstverständlich erfolgreiche Prüfungsprozesse!

#372: "Wer zahlt, schafft an" und die Interne Revision

Folge 233: Wer will mehr Stress?

Typischerweise will man Stress vermeiden und umgeht Situationen, die zu stressig erscheinen. Dass dies nicht immer sinnvoll ist, stellt Sebastian Herrmann in der SZ vom 8.7.2022 in seinem Artikel „Der Stress ist dein Freund“ dar.

Um sich stolz den Herausforderungen der Zukunft zu stellen, solle man sich mit den nötigen psychischen Ressourcen und Fertigkeiten ausstatten. Dazu gehören

  • ein positiver Blick auf negative oder unangenehme Dinge
  • die Umdeutung von Stress (Reframing) bzw. sogenannten Rückschlägen in möglicherweise hilfreiche Lernerfahrungen
  • das Gehirn wie einen Muskel zu trainieren und zunehmend an Resilienz zu gewinnen

Um sich also stolz den Herausforderungen von Revisionsprüfungen zu stellen:
Wie nutzen Sie Ihren Stress in Revisionsprüfungen für mehr Resilienz?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!