Folge 234: Schuld, Organisationsversagen und persönliche Verantwortung

Folge 234: Schuld, Organisationsversagen und persönliche Verantwortung

Am Beispiel zweier Gerichtsurteile zum Atomunfall von Fukushima gehe ich in diesem Podcast den Themen
Schuld, Organisationsversagen und persönliche Verantwortung nach. Denn als Interne Revision sollten wir uns bei Aufträgen im Sinne von „Wer war schuld?“ nicht zu schnell vor den Karren spannen lassen und einen solchen Auftrag dementsprechend nachverhandeln. In der Prüfung sollte darauf geachtet werden, tatsächlich zu klären wie es zu dem Ereignis kommen konnte.
Und ganz nebenbei werden Sie mit der Zeit erleben, dass solch ein Vorgehen dem Standing und dem Ruf der Internen Revision in Ihrem Unternehmen langfristig zugute kommen wird.

Folge 234: Schuld, Organisationsversagen und persönliche Verantwortung

Folge 209: Die Rolle der Revision beim Organisationsversagen

Wenn etwas schiefgeht, sollte die Interne Revision der Frage nachgehen, ob die Organisation insgesamt besser aufgestellt sein könnte bzw. müsste. Am Beispiel des Serienmörders Niels Högel, der als Pfleger mindestens 87 Morde begangen hat, wird die Rolle der Internen Revision zum Thema Organisationsversagen veranschaulicht. Denn in diesem Fall gilt es, folgende Fragen zu klären:
– Wie konnte ein Krankenpfleger jahrelang auf Intensivstationen morden?
– Weshalb wurden die Morde nicht früher entdeckt?
– Wo waren jene, die das hätten verhindern können?
– Aus welchen Gründen hat ihn niemand gestoppt?
– Wie konnte dieser Mann selbst dann noch ein letztes Mal töten, nachdem er 2005 schon aufgeflogen war?

Vielleicht kommt Ihnen dazu gleich als Antwort in den Sinn: „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“. Dieses Zitat bedeutet hier, dass eine Organisation in die kollektive Falle des nicht so genau Hinsehens oder Wegsehens tappt.

Der Podcast stellt anhand von einem Beispiel von Winston Churchill vor, was auch in traditionell aufgestellten Organisationen dagegen getan werden kann.

Selbstverständlich wird auch besprochen, was eine Interne Revision tun kann, um nicht selbst auch in diese kollektive Falle zu tappen.

Wie gut ist die Organisation aufgestellt,
– um Risiken von Beginn an z.B. durch organisatorische Vorkehrungen zu verhindern oder zumindest frühzeitig zu identifizieren?
– um die identifizierten Risiken ungeschönt zu kommunizieren?
– um die Verdächtigung des Organisationsversagens haltlos werden zu lassen?

Wo fällt der Internen Revision auf,
– dass keine ausreichende psychologische Sicherheit für die Mitarbeitenden vorliegt?
– dass das Management auf Hinweise nicht reagiert hat oder schlimmer noch, den Überbringer der Botschaft dafür abgestraft hat?
– dass die Organisation Muster entwickelt, die zu Organisationsversagen führen könnten?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Folge 234: Schuld, Organisationsversagen und persönliche Verantwortung

#161: Wie eine Organisation von innen verändert werden kann

Anja Förster und Peter Kreuz stellen in einem ihrer Blogbeiträge vier Regeln auf, an die man sich halten sollte, wenn man eine Organisation von innen heraus verändern möchte.

In diesem Podcast greife ich diese Regeln auf und übertrage sie in den Revisionskontext.
Denn wir Revisoren arbeiten kontinuierlich an unseren Organisationen.
Wir haben Einfluss und sollten diesen auch bestmöglich zum Wohle der Organisation nutzen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

PS: Ich freue mich auf Ihre Kommentare in der Xing- oder LinkedIn-Gruppe „Interne Revision – souverän, kollegial und wirksam“ unter dem Post zu diesem Podcast. Vielen Dank!

#090: Organisationsdesign – Die Arbeit am Unternehmen

#090: Organisationsdesign – Die Arbeit am Unternehmen

Eine Textpassage aus Peter M. Senges Buch „Die fünfte Disziplin – Kunst und Praxis der lernenden Organisation“ hat mich zu diesem Podcast inspiriert.

Es geht hierin um Organisationsdesign. Darunter versteht man die Rahmenbedingungen, welche die alltäglichen Entscheidungen und Kommunikationswege in einem Unternehmen festlegen.
Für uns Revisoren ist das prominenteste Element des Organisationsdesigns die Aufbau- und Ablauforganisation. Sie ist Gegenstand fast jeder Prüfung.

In diesem Podcast teile ich mit Ihnen meine diesbezüglichen Gedanken zur Arbeit der Internen Revision am Unternehmen:
Wir Interne Revisoren

  • sorgen für ein permanentes „Finetuning“ des Organisationsdesigns, um die Lebensfähigkeit der Organisation zu erhöhen und
  • achten darauf, dass sich unsere Organisation an die sich verändernden äußeren Rahmenbedingungen anpasst.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

#090: Organisationsdesign – Die Arbeit am Unternehmen

#015: Wie ich Interne Revision mit Systemischer Organisationsberatung verbinde

#015: Wie ich Interne Revision mit Systemischer Organisationsberatung verbinde

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Dieser Podcast beantwortet eine Frage, die mir geschickt wurde.

Üblicherweise denkt man, dass Interne Revision und Beratung nur schwer miteinander verbunden werden können, ohne die Unabhängigkeit des Revisors zu gefährden.

Für Fachberatungen, wie sie üblicherweise von großen Beratungsunternehmen angeboten werden, ist das auch der Fall. Dort werden vorgefertigte Lösungskonzepte verkauft.

Systemische Beratung ist keine Fachberatung, die eine „beste“ Lösung in der Hinterhand hält. Hier wird nicht die Schublade aufgemacht, eine Lösung herausgenommen und dem Beratenen übergestülpt. Die Lösung wird immer individuell in Interaktion mit dem Beratenen entwickelt.

Die Systemische Organisationsberatung nutzt zwar ebenfalls Konzepte, doch diese sind methodischer Natur; analog denen, die wir in der Internen Revision für Befragungen und Interviews nutzen. Es gibt eine grundsätzliche Methodik, wie ein Interview oder eine Befragung durchgeführt werden sollte. Aber die jeweilige Methode umreißt den Prozess. In der konkreten Interaktion mit dem Revisionspartner müssen Sie jedoch Ihre Worte und Ihren Tonfall selbst wählen. Sie nutzen keine Stoppuhr für eine exakte Pausenlänge und wenn Sie die Befragung nicht alleine durchführen, kann Ihr Kollege oder Chef anders reagieren, als vorab besprochen.

Hier also des Rätsels Lösung, wie die Verbindung von Interner Revision und Systemischer Organisationsberatung nicht nur möglich ist, sondern wunderbar gelingen kann.

Dies ist ein klarer Fall von 1+1=3

Viel Spaß beim Anhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse.

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#090: Organisationsdesign – Die Arbeit am Unternehmen

#012: Weshalb Konflikte in Organisationen notwendig sind

#012: Weshalb Konflikte in Organisationen notwendig sind

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Wäre das Leben ohne Konflikte nicht schöner?
Ganz ohne Auseinandersetzungen?
Ganz ohne Stress?

Wirklich? Be careful, what you wish for!

Organisationen sind so konstruiert, dass gleichzeitig verschiedene Dinge getan werden, die sich gegenseitig ausschließen würden, wenn sie eine einzelne Person tun müsste.

Organisationen institutionalisieren die Unentschiedenheit, indem sie logisch unentscheidbare Dauerkonflikte schaffen.

Würde dauerhaft entschieden werden, führte dies über kurz oder lang zum Untergang der Organisation.

Gesunde Organisationen schaffen es, ambivalente, unentscheidbare Situationen zu gestalten, die immer wieder neu entschieden werden müssen.

Diese Konflikte sind für die Organisation überlebensnotwendig. Nur durch ständige Aushandlungsprozesse mit offenem Ausgang, kann die notwendige Flexibilität im Handeln gewahrt bleiben.

Hier im Podcast folgt eine ausführliche Erläuterung.

Viel Spaß bei Anhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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