#426: Alles besprochen und die Interne Revision
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„Aber das habe ich doch alles mit X besprochen!“ war die schon verzweifelt klingende Aussage eines Revisionspartners. Er arbeitete an einer Schnittstelle. Die Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten waren nie ganz klar fixiert worden. Die hatte man besprochen. Der Revisionspartner hatte sich darauf verlassen.
Aus der Historie heraus hatte der Revisionspartner etwas getan, dann aber die Aufgabe an X (auf der anderen Seite der Schnittstelle) übergeben. Er war sich angeblich mit X einig. Zumindest so lange, bis es darauf ankam.
Als es darauf ankam, hatte der Revisionspartner keine Arbeitsanweisung oder irgendeine schriftlich dokumentierte Entscheidung, dass er dafür nicht zuständig war.
Dann hört man:
– „Aber das habe ich doch alles mit X besprochen!“
– „Wir hatten uns doch geeinigt!“
– „X hat mir das doch zugesagt!“
– „Er muss das jetzt machen!“
Kennen Sie so etwas aus Ihrer Prüfungspraxis?
Falls ja, ist dieser Podcast genau das Richtige für Sie.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!
Wenn das Bundesverfassungsgericht vom Nutzen einer „gegenseitigen Kontrolle“ spricht und das Ende der „Intendanten-Herrlichkeit“ einläutet, dann sollten wir aufhorchen.
Das Bundesverfassungsgericht formuliert:
„Eine […] Kontrolle ist tauglicher Aspekt der Gestaltung der Binnenorganisation der Geschäftsleitung einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt und fördert die Funktionsfähigkeit der Wahrnehmung der Aufgaben der Geschäftsleitungsfunktion.“
Heißt auf Deutsch: Die Begrenzung der Macht gewährleistet, dass die Geschäftsleitung ihre Aufgaben besser wahrnimmt.
Oder umgekehrt ausgedrückt: Zu viel Macht beeinträchtigt die Geschäftsleitung darin, ihre Aufgaben optimal wahrzunehmen.
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#391: Auftragsklärung einer Jetpilotin und die Interne Revision
Im Buch „The Sky is no Limit“ von Nicola Winter bin ich über das Thema „Mission Command“ gestolpert. Nicola Winter, eine der ersten Jetpilotinnen Deutschlands, beschreibt das „Führen mit Auftrag“ ab Seite 186 wie folgt:
Die Führung gibt klar das Ziel der Mission, des Projektes oder des Auftrages vor und steckt den Rahmen für die Erfüllung ab:
– Was steht an Ressourcen, Zeit, Material und Personal zur Verfügung?
Innerhalb des vorgegebenen Rahmens ist das Team in der Auftragserfüllung völlig frei. Jeder legale Weg zum Ziel ist erlaubt und darf auch geändert werden, wenn sich neue Erkenntnisse oder Hürden ergeben – und zwar ohne Rücksprache. Solange der Auftrag erfüllt werden kann, darf das Team vor Ort autonom, unabhängig und frei agieren.
Die Auftragstaktik fördert
1. Flexibilität,
2. schnelle Reaktionen auf Veränderungen und
3. die Nutzung von Kreativität und Initiative auf allen Ebenen der Organisation.
Gut ausgebildete Menschen aller Fachrichtungen lieben es, in ihrer Arbeit und in ihrer Expertise möglichst frei agieren zu können und den ihrer Meinung nach besten Weg wählen zu dürfen.
Für Führungskräfte ist die Auftragstaktik fordernd:
– Es muss wirklich klar sein, was das Ziel ist.
– Das Team muss in der Umsetzung begleitet werden. Regelmäßige Check-ins, Updates, Hilfestellungen und Nachjustierungen sind nötig.
– Damit die Mitarbeitenden tatsächlich über die notwendigen Ressourcen verfügen können und genug Unterstützung bekommen, muss bewusst ein „Spielraum“ definiert und abgegrenzt werden, in dem die Entscheidungsfreiheit klar auf Seiten der Mitarbeitenden liegt. Die Letztverantwortung liegt jedoch bei der Führungskraft.
– Wo Kontrolle abgegeben wird, passieren Fehler. Deshalb ist eine Kultur des offenen Feedbacks und der kontinuierlichen Verbesserung nicht nur sinnvoll sondern alternativlos.
Um mit einem Auftrag effizient zu führen, bedarf es einer strukturierten Auftragserteilung.
Im Podcast übersetze ich das Ganze auf die Auftragsklärung in der Internen Revision.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!
#378 Wenn der Revisionspartner die Interne Revision auslädt
Aus einem Erfahrungsaustausch von Internen Revisorinnen und Internen Revisoren habe ich von einer neuen kreativen Idee eines Revisionspartners erfahren:
Es ist ihm gelungen, die Interne Revision aus einem Termin auszuladen! Der Termin hat trotzdem stattgefunden – nur eben ohne die Interne Revision.
#358: Worst Case-Revisionspartner und die Interne Revision
Worst Case-Szenario
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