#364: Feuer in LA und die Interne Revision

#364: Feuer in LA und die Interne Revision

Sonderprüfung | Die Feuer in LA haben mich tief bewegt. Spätestens als Untersuchungsausschüsse gefordert wurden, war mir klar, dass ich dieses Thema in einem Podcast aufgreifen würde.

In diesem Podcast gehe ich mit Ihnen durch, worüber Sie sich Gedanken machen sollten, falls Sie die Frage klären müssen:

„Wie konnte das passieren?“

Dann sollten Sie immer auch die Frage beantworten:

„Wie hätten die Auswirkungen verhindert oder verringert werden können?“

Besonders für Neulinge in der Internen Revision sind solche Prüfungsaufträge sehr herausfordernd. Denn auch wenn einige Fakten bereits klar auf dem Tisch liegen, können Sie sicher sein, dass Ihre Prüfung für wahrscheinlich all Ihre Revisionspartner hoch emotional sein wird.

Hier gilt es, selbst einen kühlen Kopf zu bewahren und das eigene Prüfungsvorgehen zu durchdenken. Diese Fragen sollten Sie sich zu Beginn einer solchen Sonderprüfung stellen:

  • Welche Themenbereiche können Sie anhand der beiden im Podcast vorgestellten Tagesschau-Artikel identifizieren?
  • Wie würde es sich auswirken, wenn Sie die in diesem Podcast dargestellten Themenbereiche hinterfragten?
  • Worauf wollen Sie sich einlassen?
  • Was ist Ihre „Definition of Done“ d.h. wann wollen Sie Ihre Prüfung beenden? Und sagen Sie jetzt bitte nicht: „Wenn ich die mir zugestandenen Tagewerke aufgebraucht habe“. Das mag zwar in vielen Internen Revisionen die Realität sein. Doch hier geht es um die Frage: Welchen Stand müssen Sie innerhalb der Ihnen zugestandenen Tagewerke erreicht haben, um tatsächlich ein belastbares objektives Ergebnis vorweisen zu können?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

#364: Feuer in LA und die Interne Revision

#305: Vergleichbarkeitsansprüche, Prüfernase und Interne Revision

Prüfungsvorgehen | Als ich zur Jahrtausendwende in der Internen Revision begann, bestand die Anforderung, dass alle Prüfungsergebnisse vergleichbar und unabhängig davon, wer prüft, identisch sein müssen.

Das Problem dabei ist, dass man die Annahme hatte, dass unsere Prüfungstätigkeit wie in einer Fabrik linear-kausal abgewickelt werden kann.

Meine sehr erfahrenen Revisionskollegen fanden das nicht gut, fanden aber keine rationalen Erklärungen für ihr negatives Bauchgefühl.

Mit den von mir entwickelten Prüfungskategorien, die ich Ihnen im Podcast #231 vorgestellt habe, kann man die Probleme dieser Annahme auch auf der rationalen Ebene erklären.

Viel allgemeiner erklärt es Henry Mintzberg in seinem neuen Buch „Understanding Organizations … finally!“ Ich kann es jedem Revisor und jeder Revisorin nur empfehlen. Denn nur wer Organisationen versteht, kann die Angemessenheit ihrer Governance beurteilen.

Folgendes Zitat bringt es auf den Punkt:
„Perhaps nothing has broken the spirit of our professional services more than these imposed technocratic fixes.“

Die erfahrenen Prüfer bekamen auf die Nase, wenn sie vom vordefinierten technokratischen linear-kausalen Weg abwichen – auch wenn sie sensationelle Feststellungen hatten.

Sie durften ihre Prüfernase nicht mehr zum Einsatz bringen! Sie mussten nach Schema F vorgehen.

Nicht in jedem Kontext ist ein linear-kausales Prüfungsvorgehen sinnvoll. In anderen Kontexten muss man anders vorgehen. Dann kann die Prüfernase wieder zum Einsatz kommen!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

#364: Feuer in LA und die Interne Revision

Folge 174: Wie Sie den Umgang mit schwierigen Revisionspartnern meistern

Manche Revisionspartner sind und bleiben für jeden Revisor schwierig. In diesem Podcast wird ein besonders unangenehmer Typus beschrieben: der aggressive Ignorant.
Meiner Meinung nach kommt es hier besonders darauf an, wenig Angriffsfläche zu bieten, sich aber auch in der Konsequenz des Prüfungsvorgehens nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Gegenüber einem so schwierigen Revisionspartner sollte Ihre Persönlichkeit als Revisor so weit gereift sein, dass Sie nach einem diffizilen Gespräch nicht in Selbstzweifel verfallen. Gerade Revisoren und Revisorinnen, die mit solchen Kandidaten noch nicht viel Erfahrung sammeln konnten, sollten ein derartiges Gespräch niemals alleine führen.

Ich freue mich auf Ihre Ideen, Gedanken und Kommentare zu diesem Podcast – am einfachsten auf meiner Webpage www.puhani.com oder in der Xing- oder LinkedIn-Gruppe „Interne Revision – souverän, kollegial und wirksam“ unter dem Post zu diesem Podcast. Denn auch ich lerne niemals aus.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

#060: Weshalb Abweichungen von Sollvorgaben auch sinnvoll sein können

#060: Weshalb Abweichungen von Sollvorgaben auch sinnvoll sein können

#060: Weshalb Abweichungen von Sollvorgaben auch sinnvoll sein können

Danke für’s Teilen in Ihrem Netzwerk!

In diesem Podcast geht es um brauchbare Illegalitäten und Höchstleister-Inseln.

Moment! Wie kann eine Interne Revisorin – geschweige denn die Leiterin einer Konzernrevision – von brauchbaren Illegalitäten sprechen?

Ich kann Ihnen versichern, Sie haben sich nicht verlesen!

Als ich diesen Begriff „brauchbare Illegalität“, der auf den Soziologen Niklas Luhmann zurückgeht, zum ersten Mal in einem Seminar hörte, war ich zugegebenermaßen auch nicht davon überzeugt.
Dass Illegalitäten existieren, war mir wohl bewusst. Jedoch dauerte es einige Zeit, bis ich nachvollziehen konnte, dass diese manchmal auch brauchbar, sprich: sinnvoll sind.

Doch dann erlebe ich vor drei Jahren etwas, das mich eines Besseren belehrte und das ich in dieser Podcastfolge deshalb gerne mit Ihnen teile.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Signal-Gate

Verwandte Beiträge

Ihre Frage für den Podcast

Schicken Sie mir Ihre Frage, anonym und unkompliziert. Als Name können Sie gerne ein Pseudonym verwenden.

Was ist Ihr Thema?

* Einverständniserklärung

5 + 2 =

Die Beiträge nach Kategorien

#060: Weshalb Abweichungen von Sollvorgaben auch sinnvoll sein können

#056: Wie Sie nachweisen, dass etwas nicht existiert…

#056: Wie Sie nachweisen, dass etwas nicht existiert…

Danke für’s Teilen in Ihrem Netzwerk!

Als relatives Revisions-Greenhorn habe ich mich öfter mal auf dem falschen Fuß erwischen lassen.
So auch in dieser Geschichte, bei der in der Schlussbesprechung urplötzlich ein Dokument auftauchte, das während der vorhergegangenen Prüfungswochen angeblich nicht existierte.

Daraus habe ich gelernt und mir eine Strategie zurechtgelegt, die solch eine Situation verhindert.

Ich setzte diese Strategie seit fast zwei Jahrzehnten in der Praxis um und kann Ihnen sagen, dass es mir seither nie wieder passiert ist, dass in der Schlussbesprechung plötzlich Unterlagen auftauchen, die vorher nicht zu existieren schienen.

Viel Erfolg mit dieser Strategie, die ich mit Ihnen sehr gerne in diesem Podcast teile.

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Signal-Gate

Verwandte Beiträge

Ihre Frage für den Podcast

Schicken Sie mir Ihre Frage, anonym und unkompliziert. Als Name können Sie gerne ein Pseudonym verwenden.

Was ist Ihr Thema?

* Einverständniserklärung

2 + 3 =

Die Beiträge nach Kategorien