#363: Das IKS für Kugelbomben und die Interne Revision

#363: Das IKS für Kugelbomben und die Interne Revision

IKS | Auch wenn Silvester schon einige Zeit her ist, möchte ich das Thema der Todesfälle in der Silvesternacht 2024/2025 in diesem Podcast behandeln. Konkret geht es um die Kugelbomben.

Auf der Informationsgrundlage von zwei Artikeln betrachte ich das IKS für diese professionellen Feuerwerkskörper und – so viel sei verraten – erläutere dessen Versagen und meine vermuteten Ursachen bzw. Gründe hierfür.

Damit ist es für eine Interne Revision jedoch nicht getan.

Es bleibt zu fragen, Ideen zu entwickeln und mit dem Revisionspartner zu diskutieren, wie das IKS verbessert werden könnte.

Welche Ideen haben Sie? Führen Sie diese gerne in einem Kommentar aus. Hier gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“ sondern nur (hoffentlich eine Vielzahl an) Möglichkeiten, die insgesamt das IKS stärken.

Ich hoffe, dieser Fall inspiriert Sie dazu, das von Ihnen zu prüfende IKS zu hinterfragen und insbesondere den zugrundeliegenden expliziten und impliziten Annahmen auf den Grund zu gehen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

#363: Das IKS für Kugelbomben und die Interne Revision

Folge 209: Die Rolle der Revision beim Organisationsversagen

Wenn etwas schiefgeht, sollte die Interne Revision der Frage nachgehen, ob die Organisation insgesamt besser aufgestellt sein könnte bzw. müsste. Am Beispiel des Serienmörders Niels Högel, der als Pfleger mindestens 87 Morde begangen hat, wird die Rolle der Internen Revision zum Thema Organisationsversagen veranschaulicht. Denn in diesem Fall gilt es, folgende Fragen zu klären:
– Wie konnte ein Krankenpfleger jahrelang auf Intensivstationen morden?
– Weshalb wurden die Morde nicht früher entdeckt?
– Wo waren jene, die das hätten verhindern können?
– Aus welchen Gründen hat ihn niemand gestoppt?
– Wie konnte dieser Mann selbst dann noch ein letztes Mal töten, nachdem er 2005 schon aufgeflogen war?

Vielleicht kommt Ihnen dazu gleich als Antwort in den Sinn: „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“. Dieses Zitat bedeutet hier, dass eine Organisation in die kollektive Falle des nicht so genau Hinsehens oder Wegsehens tappt.

Der Podcast stellt anhand von einem Beispiel von Winston Churchill vor, was auch in traditionell aufgestellten Organisationen dagegen getan werden kann.

Selbstverständlich wird auch besprochen, was eine Interne Revision tun kann, um nicht selbst auch in diese kollektive Falle zu tappen.

Wie gut ist die Organisation aufgestellt,
– um Risiken von Beginn an z.B. durch organisatorische Vorkehrungen zu verhindern oder zumindest frühzeitig zu identifizieren?
– um die identifizierten Risiken ungeschönt zu kommunizieren?
– um die Verdächtigung des Organisationsversagens haltlos werden zu lassen?

Wo fällt der Internen Revision auf,
– dass keine ausreichende psychologische Sicherheit für die Mitarbeitenden vorliegt?
– dass das Management auf Hinweise nicht reagiert hat oder schlimmer noch, den Überbringer der Botschaft dafür abgestraft hat?
– dass die Organisation Muster entwickelt, die zu Organisationsversagen führen könnten?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Folge 036: Wie Sie gut mit Versagensangst umgehen können

Folge 036: Wie Sie gut mit Versagensangst umgehen können

Folge 036: Wie Sie gut mit Versagensangst umgehen können

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Zu Beginn des neuen Jahres kann es gut sein, dass Sie sich selbst große Ziele gesetzt haben. Und jetzt fragen Sie sich, wie Sie diese großen Ziele nur umsetzen können.

Vielleicht wurden Ihnen ja auch große Ziele von anderen gesetzt. Im neuen Jahr gibt es ja auch einen neuen Prüfungsplan. Vielleicht sind dort einige Dinge enthalten, bei denen Ihnen nicht wohl ist – weil Sie das Thema nicht kennen, oder weil Sie es sehr wohl kennen und befürchten, dass es schwierig werden wird.

Vielleicht stehen Sie vor großen Herausforderungen und fragen sich, wie Sie diese meistern sollen.

Falls Sie dabei zu sehr in eine negative Spirale geraten und sich in Ihnen die Versagensangst breit machen sollte, dann möchte ich Ihnen diesen Podcast sehr ans Herz legen.

Auch ich wurde in meiner beruflichen Laufbahn, vor allem zu Beginn, von der Versagensangst heimgesucht. Dabei merkte ich, wie ich immer unsicherer und unsicherer wurde. Eine innere Stimme verbündete sich mit ihr. Diese Stimme flüsterte mir Dinge ein, die mir Schritt für Schritt den Zugang zu meinen Kompetenzen versperrten.

Aus der Not heraus habe ich für mich eine sehr schöne und einfache Methode gefunden, mich von diesem ungebetenen Besuch nicht mehr so irritieren zu lassen. Mit etwas Übung war der Weg und der Zugang zu meinen vollen Kompetenzen wieder frei.

Wie auch Sie das erreichen können, hören Sie in diesem Podcast.

Ich hoffe, dass dies auch bei Ihnen so eine schöne Wirkung entfaltet, und freue mich auf Ihre Rückmeldungen.

Viel Erfolg beim Ausprobieren und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Signal-Gate

Verwandte Beiträge

#391: Auftragsklärung einer Jetpilotin und die Interne Revision

Im Buch „The Sky is no Limit“ von Nicola Winter bin ich über das Thema „Mission Command“ gestolpert. Nicola Winter, eine der ersten Jetpilotinnen Deutschlands, beschreibt das „Führen mit Auftrag“ ab Seite 186 wie folgt:
Die Führung gibt klar das Ziel der Mission, des Projektes oder des Auftrages vor und steckt den Rahmen für die Erfüllung ab:
– Was steht an Ressourcen, Zeit, Material und Personal zur Verfügung?
Innerhalb des vorgegebenen Rahmens ist das Team in der Auftragserfüllung völlig frei. Jeder legale Weg zum Ziel ist erlaubt und darf auch geändert werden, wenn sich neue Erkenntnisse oder Hürden ergeben – und zwar ohne Rücksprache. Solange der Auftrag erfüllt werden kann, darf das Team vor Ort autonom, unabhängig und frei agieren.

Die Auftragstaktik fördert
1. Flexibilität,
2. schnelle Reaktionen auf Veränderungen und
3. die Nutzung von Kreativität und Initiative auf allen Ebenen der Organisation.

Gut ausgebildete Menschen aller Fachrichtungen lieben es, in ihrer Arbeit und in ihrer Expertise möglichst frei agieren zu können und den ihrer Meinung nach besten Weg wählen zu dürfen.

Für Führungskräfte ist die Auftragstaktik fordernd:
– Es muss wirklich klar sein, was das Ziel ist.
– Das Team muss in der Umsetzung begleitet werden. Regelmäßige Check-ins, Updates, Hilfestellungen und Nachjustierungen sind nötig.
– Damit die Mitarbeitenden tatsächlich über die notwendigen Ressourcen verfügen können und genug Unterstützung bekommen, muss bewusst ein „Spielraum“ definiert und abgegrenzt werden, in dem die Entscheidungsfreiheit klar auf Seiten der Mitarbeitenden liegt. Die Letztverantwortung liegt jedoch bei der Führungskraft.
– Wo Kontrolle abgegeben wird, passieren Fehler. Deshalb ist eine Kultur des offenen Feedbacks und der kontinuierlichen Verbesserung nicht nur sinnvoll sondern alternativlos.

Um mit einem Auftrag effizient zu führen, bedarf es einer strukturierten Auftragserteilung.

Im Podcast übersetze ich das Ganze auf die Auftragsklärung in der Internen Revision.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#390: Prüfung und Beratung bei Northvolt – Prüfersprech vs. Deutsch

Wir Interne Revisorinnen und Revisoren sollen beides tun: prüfen und beraten. Dabei ist die Aufgabe, dieses und jenes zu prüfen, an sich ja kein Problem. Probleme entstehen meist bei dem Part Beratung. Bei Wirtschaftsprüfern ist das Ganze noch um eine Nummer krasser.

Kein Wunder, dass mich ein Zeitungsartikel mit folgendem Titel neugierig gemacht hat:

„Die eigenartige Doppelrolle des Gutachters
Der Fall Northvolt: In Schleswig-Holstein sollte eine riesige Batteriefabrik entstehen,
mit staatlicher Hilfe. Das Projekt scheitert, die Aufarbeitung läuft. Ein Gutachten wirft nun Fragen zur Rolle der Beratungsfirma PwC auf.“

In diesem Podcast beschäftige ich mit dem Artikel und den dortigen Aussagen zum Gutachten.

Wie jede andere Berufsgruppe, hat auch die Interne Revision ihre eigene Fachsprache. Diese scheint den Lesern der Gutachten nicht so geläufig gewesen zu sein. Daher übersetze ich in diesem Podcast die im Artikel genannten Prüfungsurteile in allgemein verständliche Beurteilungen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#389: Peinlich, peinlich peinlich und die Interne Revision

Unsere Revisionspartner haben jedes Recht, qualitativ minderwertige Arbeit von uns zu bemängeln.

Je peinlicher ein Gespräch mit dem Revisionspartner verläuft, umso mehr gilt es, die eigene Revisionskompetenz weiterzuentwickeln. Dazu gehört allerdings, dass Sie Ihr eigenes Agieren reflektieren und hinterfragen.

Wir sollten nicht zu schnell die Schuld auf den Revisionspartner schieben.
Es könnte durchaus sein, dass wir nicht geschickt genug vorgegangen sind.

Wenn Sie an Ihrer Revisionskompetenz arbeiten wollen, dann melden Sie sich bei mir oder schauen auf meiner Webpage vorbei. Vielleicht ist ja ein passendes Angebot für Sie dabei. Und falls nicht, lassen Sie mich gerne wissen, was Sie vermissen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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