#105: Alexander Rühle im Interview über die Zukunft der Internen Revision
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Alexander Rühle schrieb in einem seiner Blogartikel, dass wir Revisoren in unserem aktuellen Mindset dem Wandel der Zeit nicht gewachsen seien.
Er traf folgende“Prüfungsfeststellung“:
„Die Kompetenzen in vielen Revisionsfunktionen sind nicht angemessen, um in einer sich wandelnden Gesellschaft einen fundierten Mehrwert für die Unternehmen zu schaffen, in denen wir tätig sind. Insbesondere die methodischen, persönlichen und sozialen Kompetenzen sind unzureichend.
Risiko:
Es besteht das Risiko, dass es Revisionsfunktionen weder gelingt, ihre eigenen Kompetenzen an die Herausforderungen der digitalen Transformation anzupassen, noch einen Beitrag zur digitalen Transformation ihrer Unternehmen leisten.
Handlungsempfehlung:
Lesen Sie den folgenden Artikel und werfen Sie danach einen schonungslosen Blick in den Spiegel: Wie schätzen Sie den Status quo Ihrer Kompetenzen ein? Analysieren Sie in einem nächsten Schritt die sich wandelnde (Unternehmens-)Welt. Nehmen Sie Abweichungen als Opportunities wahr – und gehen Sie diese nach erfolgter Priorisierung sofort an.“
Selbstverständlich habe ich ihn hierzu befragt. Freuen Sie sich auf eine spannende Unterhaltung.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!
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Folge 275: Die untätige Interne Revision
Interessenkonflikt | Der Bundesrechnungshof schreibt in seinem Bericht „Ausgewählte Aspekte der Haushalts- und Wirtschaftsführung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. (FhG)“ mit den Schwerpunkten Reisekosten, Repräsentationsausgaben und Dienstwagennutzung u.a. folgendes:
„Der Vorstand der FhG war regelmäßig weder in Prüfungen der Innenrevision angemessen einbezogen, noch stellte er sein Verhalten proaktiv zur Überprüfung. Teilweise formulierte die Innenrevision Berichte trotz gewichtiger Feststellungen relativierend. Sie versäumte es mitunter, rechtliche Grenzen für das Verhalten des Vorstands zu definieren und Sachverhalte zu bewerten.“ […]
„Außerdem sollte die Innenrevision mit ihrem Sachverstand versuchen, rechtliche Grenzen bei offenen Tatbeständen zu definieren. Dies unterblieb beispielsweise bei dem Geburtstagskolloquium. Hier zieht sich die Innenrevision auf den Maßstab der „Angemessenheit“ zurück, ohne diesen näher zu definieren oder für die Praxis handhabbar zu machen. Eine eigene Bewertung des Sachverhalts fehlte. So blieb unklar, ob ein Verstoß gegen externe oder interne Regelungen vorlag. Konsequenzen ergaben sich nicht.“
„Empfehlung: […] „Die Innenrevision der FhG sollte den Vorstandsbereich künftig stärker in ihre Prüfungstätigkeit einbeziehen.“Der Bundesrechnungshof schreibt in seinem Bericht „Ausgewählte Aspekte der Haushalts- und Wirtschaftsführung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. (FhG)“ mit den Schwerpunkten Reisekosten, Repräsentationsausgaben und Dienstwagennutzung u.a. folgendes:
„Der Vorstand der FhG war regelmäßig weder in Prüfungen der Innenrevision angemessen einbezogen, noch stellte er sein Verhalten proaktiv zur Überprüfung. Teilweise formulierte die Innenrevision Berichte trotz gewichtiger Feststellungen relativierend. Sie versäumte es mitunter, rechtliche Grenzen für das Verhalten des Vorstands zu definieren und Sachverhalte zu bewerten.“ […]
„Außerdem sollte die Innenrevision mit ihrem Sachverstand versuchen, rechtliche Grenzen bei offenen Tatbeständen zu definieren. Dies unterblieb beispielsweise bei dem Geburtstagskolloquium. Hier zieht sich die Innenrevision auf den Maßstab der „Angemessenheit“ zurück, ohne diesen näher zu definieren oder für die Praxis handhabbar zu machen. Eine eigene Bewertung des Sachverhalts fehlte. So blieb unklar, ob ein Verstoß gegen externe oder interne Regelungen vorlag. Konsequenzen ergaben sich nicht.“
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Tipp 1: Selbstreflexion hilft, wenn man sich verbessern will
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Zugegeben hört sich das recht leicht und abgedroschen an. Dies jedoch in der täglichen Arbeit in der Internen Revision konstant umzusetzen, ist wirklich nicht so einfach und kann sogar extrem herausfordernd werden. Dennoch ist es machbar.
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Falls Ihnen dieses Wort, so wie mir, vorher noch nie begegnet war: „dilatorisch“ bedeutet aufschiebend, verzögernd, verschleppend, hinhaltend.
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