Folge 275:  Die untätige Interne Revision

#372: "Wer zahlt, schafft an" und die Interne Revision

#372: "Wer zahlt, schafft an" und die Interne Revision

Jeff Bezos schränkte ein, welche Kommentare im Meinungsteil der Washington Post erscheinen dürfen. Damit hat er meine impliziten Annahmen gegenüber einer Zeitung bzw. Journalisten erschüttert:

  • Eine Zeitung hat Interesse an journalistischer Objektivität.
  • Eine Zeitung fühlt sich den journalistischen Grundwerten verpflichtet.
  • Journalisten decken Probleme auf und weisen auf Interessenkonflikte hin.
  • Journalisten sind so etwas wie eine Line of Defense für ein Land oder eine Gesellschaft.

Nun: an den Journalisten und deren Integrität scheint es weniger zu liegen.
Wir haben hier den Fall, dass der Eigentümer der Washington Post kein Journalist ist.

Mich hat dieses Muster an den Fall der medizinischen Versorgungszentren erinnert:

„Der Eigner ist nicht vom Fach und verfolgt rein wirtschaftliche Interessen“

Über medizinische Versorgungszentren, bei denen Nicht-Medizinier Eigentümer sind, hört und liest man ebenfalls, dass diese primär wirtschaftliche Interessen verfolgen und das Gesundheitssystem abzocken. In meinem Podcast werden die Medizinischen Versorgungszentren in Episode #276‚ „Die Arztpraxis als Renditeobjekt und die Interne Revision“ behandelt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#363: Das IKS für Kugelbomben und die Interne Revision

IKS | Auch wenn Silvester schon einige Zeit her ist, möchte ich das Thema der Todesfälle in der Silvesternacht 2024/2025 in diesem Podcast behandeln. Konkret geht es um die Kugelbomben.

Auf der Informationsgrundlage von zwei Artikeln betrachte ich das IKS für diese professionellen Feuerwerkskörper und – so viel sei verraten – erläutere dessen Versagen und meine vermuteten Ursachen bzw. Gründe hierfür.

Damit ist es für eine Interne Revision jedoch nicht getan.

Es bleibt zu fragen, Ideen zu entwickeln und mit dem Revisionspartner zu diskutieren, wie das IKS verbessert werden könnte.

Welche Ideen haben Sie? Führen Sie diese gerne in einem Kommentar aus. Hier gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“ sondern nur (hoffentlich eine Vielzahl an) Möglichkeiten, die insgesamt das IKS stärken.

Ich hoffe, dieser Fall inspiriert Sie dazu, das von Ihnen zu prüfende IKS zu hinterfragen und insbesondere den zugrundeliegenden expliziten und impliziten Annahmen auf den Grund zu gehen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Folge 275:  Die untätige Interne Revision

#307: Seneca und die Interne Revision

Herausforderung | In diesem Podcast reflektiere ich, was das folgende Zitat von Seneca mit der Internen Revision zu tun hat:
“No man is more unhappy than he who never faces adversity.
For he is not permitted to prove himself.” (Seneca)

Grundsätzlich gilt immer:

  • Erweitern Sie Ihren Horizont!
  • Wagen Sie sich an neue Themen heran!
  • Scheuen Sie nicht vor Feststellungen zurück, bei denen Sie wissen, dass diese zu Diskussionen führen werden!

Gerade wenn es anstrengend wird, werden Sie daran wachsen. Denn Wachstum passiert nicht in der Komfortzone, sondern in der Wachstumszone. Nicht umsonst habe ich in meinem Buch „Erfolgreiche Prüfungsprozesse in der Internen Revision“ geschrieben, dass Sie Ihre Revisionspartner als Trainingspartner betrachten sollten. Denn jede Herausforderung und jede Diskussion hilft Ihnen, besser zu werden. Sei es in dem fachlichen Thema oder in Ihrer Konflikt- oder Kommunikationskompetenz.

Beweisen Sie sich, wachsen Sie und finden Sie darin eine innere Zufriedenheit.
„Progress equals happiness“, sagt Tony Robbins dazu.

Wachsen Sie!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Folge 275:  Die untätige Interne Revision

#375: Soko Tierschutz, IKS im Schlachthof und die Interne Revision

Gouvernance Revision | Dass die Governance von Schlachthöfen scheitern kann, hatte ich ja bereits in Folge #290 behandelt. Ein neuer Fall in bayerischen Schlachthöfen bestätigt meine damalige Einschätzung.

In diesem Podcast beschäftige ich mich daher erneut mit der Frage, wie die Governance gestärkt werden kann. Dazu analysiere ich die von der Politik vorgebrachten Argumente und vorgeschlagenen Maßnahmen, z.B. die für die Zukunft geforderten flächendeckenden Kontrollen. Komisch, dass das bisher mit den über alle Regierungsbezirke verteilten 85 bayerischen Veterinärämtern nicht der Fall sein soll.

Zusätzlich lasse ich Sie an meinen Überlegungen teilhaben, wie die Internen Kontrollverfahren und die Governance für Schlachthöfe gestärkt werden könnte.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Folge 275:  Die untätige Interne Revision

Folge 290: Gescheiterte Governance im Schlachthof

Gescheiterte Governance | Auch wenn dieser Podcast auf zwei SZ-Artikeln fußt, stellt er doch ein gewisses Novum dar. In diesem Fall habe ich mich nicht nur auf die Artikel gestützt, sondern auch im Internet recherchiert. Nichts Weltbewegendes. Ich wollte nur sehen, ob ich herausfinden kann, um welchen Schlachthof es sich handelt und was auf dessen Webpage steht.

Das machte das ganze Thema noch viel spannender. Beschränkt man sich nicht nur auf die eine Meldung „Tierquälerei im Schlachthof“, sondern schaut etwas tiefer, offenbart sich einiges.
Interessehalber habe ich noch nachgesehen ob die Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) über eine Interne Revision verfügt. Per Organigramm vom 01.08.2022 (abgerufen am 24.09.2023) verfügt sie über eine Stabsstelle „Krisen/Sonderaufgaben“. Ob das eine Interne Revision ist, geht aus der Webpage nicht hervor. Ich vermute aber, dass es sich hierbei nicht um eine Interne Revision handelt.

Dann wundert es auch nicht, dass Mitarbeiter des Schlachthofs Mitglieder einer WhatsApp-Gruppe waren, die vor anstehenden Kontrollen gewarnt hat. Zu gute Kontrollergebnisse sollten ein Grund sein, diese zu hinterfragen.
Ich bin mir sicher, dass eine Interne Revision des KBLV das getan hätte und fündig geworden wäre. So hätte den Tieren viel Leid erspart werden können.

Schade, dass es in diesem Fall so weit kommen musste. Er zeigt mir aber auch, dass jeder und jede Einzelne von uns nicht nur zu einer besseren Governance sondern sogar zu einer besseren Welt etwas beitragen kann.
Lassen Sie es uns gemeinsam anpacken!
Hinterfragen Sie das, was Ihnen gesagt oder gezeigt wird.
Stellen Sie gute Fragen und gehen Sie den Dingen auf den Grund!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören, viel Erfolg beim Ausprobieren und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#341: Datenanalyse durch die Interne Revision

#341: Datenanalyse durch die Interne Revision

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Gefahr Fehlinterpretation| Wie Sie Zahlen, Daten und Fakten interpretieren sollten

In der Internen Revision berichten wir Zahlen, Daten und Fakten so objektiv und unabhängig wie möglich. Dies birgt immer auch die Gefahr von Fehlinterpretationen. Denn Zahlen, Daten und Fakten sind immer auch interpretations- und bewertungsfähig.

Um dies zu veranschaulichen, habe ich in diesem Podcast einen Artikel aus der SZ vom 06.09.2024 genutzt. In diesem hat der Tennisanalyst Craig O’Shennassy die Daten der US Open 2024 und insbesondere die von Alexander Zverev ausgewertet. Im Interview erklärt er dem Reporter Gerald Kleffmann, worauf bei der Analyse dieser Daten zu achten ist.

Wie Sie diese Erkenntnisse auf die Interne Revision übertragen können, erkläre ich im Podcast.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#302: Gefährliche Muster in der Justiz erkennen

Muster | Angenommen, Sie müssten die Funktionsfähigkeit der Strafrechtspflege prüfen

Wie würden Sie es angehen?

Hätten Sie eine Stichprobe gezogen oder eine bewusste Auswahl von X Fällen getroffen und dann eine Aussage über die Einzelfälle getroffen?
Was hätte das Ergebnis bedeutet?

Hätten Sie eine Aufbau- oder Systemprüfung in Kombination mit Funktionstests oder eine Prozessprüfung durchgeführt?

Oder hätten Sie einen systemischen Blick auf das Ganze geworfen und die wertekonforme Zweckerfüllung auf Basis der zugrundeliegenden Muster geprüft?

Hierbei tritt man einen weiteren Schritt zurück und betrachtet nicht nur den Ablauf eines Prozesses,
sondern auch die zugrundeliegenden Interessen der einzelnen Akteure.
Dann beobachtet man die Interaktionen der Akteure.
Ist man weit genug entfernt und löst sich von den Details des Einzelfalls, kann man die zugrundeliegenden Muster erkennen.

  • Worum geht es wirklich?
  • Welches Spiel wird hier gespielt?
  • Welche Spielregeln scheinen zu existieren?
  • Was passiert, wenn sich jemand nicht an die Spielregeln hält?
  • Welche unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen hat das?

Solche Prüfungsaussagen haben eine noch höhere Aussagekraft. Sie spiegeln die aktuellen relevanten Rahmenbedingungen wieder, und zeigen, wie es in Zukunft laufen wird, wenn diese Rahmenbedingungen so bestehen bleiben werden. Erkennt man diese Muster, lohnt es sich zu unterscheiden, welche davon hilfreich sind und welche nicht.

Hilfreiche Muster kann man unterstützen.
Nicht hilfreiche Muster sollte man versuchen zu unterbinden.

Ein erster Schritt ist immer, diese Muster transparent zu machen und zu benennen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören, viel Erfolg beim Ausprobieren und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

Hier die Links zu den genannten Folgen:

https://puhani.com/index.php/2022/08/28/folge-231-die-zweite-auflage-ist-da/

https://puhani.com/index.php/2023/12/31/301-interne-revision-bullied-into-silence/