Folge 021: Weshalb Vernunft nicht alles ist
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Man verlangt von uns objektive Prüfungsergebnisse. Subjektivität soll so weit wie möglich ausgeschlossen werden. Unsere Berichte müssen frei von Mutmaßungen und Unterstellungen sein. Stattdessen haben wir alles rational zu begründen und mit Zahlen, Daten und Fakten zu unterlegen. In der Betriebswirtschaftslehre wird hierfür in Unternehmen die Rationalität des homo oeconomicus unterstellt.
Doch gibt es diese Vernunft wirklich?
Verhalten wir Revisoren und Revisionspartner uns tatsächlich derart rational?
Dieser Podcast nähert sich der Frage mit einigen Gedankenexperimenten an und streift auch das Thema Widerstand über das ich in 2016 einen Artikel in der ZIR veröffentlicht habe. Hier der Link:
https://www.internerevisiondigital.de/ce/neuro-systemic-audit-der-umgang-mit-widerstaenden-in-der-revisionsarbeit/detail.html
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und viel Spaß beim Experimentieren!
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Falls Ihnen dieses Wort, so wie mir, vorher noch nie begegnet war: „dilatorisch“ bedeutet aufschiebend, verzögernd, verschleppend, hinhaltend.
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seine ersten Prüfungen
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Gerade als Interne Revision werden wir unternehmensintern auch manchmal beauftragt, den genauen Hergang zu ermitteln und die Schuldfrage zu klären.
Bitte lassen Sie sich nicht dazu verleiten, den einfachen Weg zu gehen und vorschnell auf menschliches Versagen abzustellen. Der vordergründig Schuldige in diesem Fall wäre der Stationsvorsteher, dem bei der manuell vorzunehmenden Weichenstellung eventuell ein Fehler unterlaufen ist.
Stellen Sie stattdessen die unbequemen Fragen.
Blicken Sie gerade bei Schadenfällen unbedingt immer auf die Kontextbedingungen und fragen Sie sich, wie die von Ihnen ergründeten Kontextbedingungen dazu beigetragen haben könnten, den Schadenfall zu ermöglichen oder zu verhindern.
In diesem Fall, gab es jahrelange Missstände
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