Folge 151: Ralf Kruse im Interview über agile Vorgehensweisen und insbesondere SCRUM

Feb. 21, 2021 | Agil, Herausforderung, Interne Revision, Interview, Kommunikation, Organisation, Podcast, Podcast Interview, Rahmenbedingungen, souverän, Verhalten

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Agile Projekte können nicht mit dem herkömmlichen Handwerkszeug eines Revisors geprüft werden. Zwar stützen sich agile Herangehensweisen auf knallharte Vorgaben, doch diese betreffen nicht die Inhalte, sondern die Art und Weise der Kommunikation und der Zusammenarbeit.

In diesem Interview spreche ich mit Ralf Kruse, einem ausgewiesenen Experten, über die speziellen Punkte, die jeweils darüber entscheiden, ob eine agile Methode, insbesondere SCRUM z.B., zum Erfolg führt oder vielmehr im Gegenteil das betreffende Projekt zum Scheitern verurteilt.

Ralf Kruse hat es am eigenen Leib erlebt, was passieren kann, wenn Prozesse überborden und unterstützende Strukturen nicht vorhanden sind. Seit mehr als 10 Jahren unterstützt er Organisationen, ihre Herausforderungen mit Hilfe von agilen Herangehensweisen zu meistern. Ergeben sich Probleme, wird er engagiert, um deren Ursachen zu identifizieren und die betreffenden Projekte wieder in Schwung zu bringen.

Angesichts der Ähnlichkeiten mit einer Revisionsprüfung interessiert mich hierbei besonders, auf welche Phänomene er bei seiner Beratungstätigkeit am häufigsten trifft, welche zugrundeliegenden Themen er dabei identifiziert und welche Interventionen er dann anwendet.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

  • Weiß die Organisation tatsächlich was sie will?
  • Hat jeder das gleiche Verständnis davon, was die Organisation will?
  • Welche Rahmenbedingungen bestehen?
  • Welche Rollen sollten nicht miteinander kombiniert werden?
  • Was wird dem Team zugetraut?
  • Erfolgt eine Inselbildung der Teams?
  • Kommt der „tödliche Pass“ früh genug?
  • Wie groß ist die Hörigkeit den sog. Tools gegenüber?
  • Wie hoch ist der Druck, sich konform zu verhalten?
  • Wie stark werden Prozesse „befriedigt“?
  • Und was hat das alles mit dem Weihnachtsmanneffekt zu tun?

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

PS: Ich freue mich auf Ihre Kommentare in der Xing- oder LinkedIn-Gruppe „Interne Revision – souverän, kollegial und wirksam“ unter dem Post zu diesem Podcast. Vielen Dank!

PPS: Sie können Ralf Kruse am besten über LinkedIn kontaktieren. Er freut sich über einen Austausch.

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#391: Auftragsklärung einer Jetpilotin und die Interne Revision

Im Buch „The Sky is no Limit“ von Nicola Winter bin ich über das Thema „Mission Command“ gestolpert. Nicola Winter, eine der ersten Jetpilotinnen Deutschlands, beschreibt das „Führen mit Auftrag“ ab Seite 186 wie folgt:
Die Führung gibt klar das Ziel der Mission, des Projektes oder des Auftrages vor und steckt den Rahmen für die Erfüllung ab:
– Was steht an Ressourcen, Zeit, Material und Personal zur Verfügung?
Innerhalb des vorgegebenen Rahmens ist das Team in der Auftragserfüllung völlig frei. Jeder legale Weg zum Ziel ist erlaubt und darf auch geändert werden, wenn sich neue Erkenntnisse oder Hürden ergeben – und zwar ohne Rücksprache. Solange der Auftrag erfüllt werden kann, darf das Team vor Ort autonom, unabhängig und frei agieren.

Die Auftragstaktik fördert
1. Flexibilität,
2. schnelle Reaktionen auf Veränderungen und
3. die Nutzung von Kreativität und Initiative auf allen Ebenen der Organisation.

Gut ausgebildete Menschen aller Fachrichtungen lieben es, in ihrer Arbeit und in ihrer Expertise möglichst frei agieren zu können und den ihrer Meinung nach besten Weg wählen zu dürfen.

Für Führungskräfte ist die Auftragstaktik fordernd:
– Es muss wirklich klar sein, was das Ziel ist.
– Das Team muss in der Umsetzung begleitet werden. Regelmäßige Check-ins, Updates, Hilfestellungen und Nachjustierungen sind nötig.
– Damit die Mitarbeitenden tatsächlich über die notwendigen Ressourcen verfügen können und genug Unterstützung bekommen, muss bewusst ein „Spielraum“ definiert und abgegrenzt werden, in dem die Entscheidungsfreiheit klar auf Seiten der Mitarbeitenden liegt. Die Letztverantwortung liegt jedoch bei der Führungskraft.
– Wo Kontrolle abgegeben wird, passieren Fehler. Deshalb ist eine Kultur des offenen Feedbacks und der kontinuierlichen Verbesserung nicht nur sinnvoll sondern alternativlos.

Um mit einem Auftrag effizient zu führen, bedarf es einer strukturierten Auftragserteilung.

Im Podcast übersetze ich das Ganze auf die Auftragsklärung in der Internen Revision.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#390: Prüfung und Beratung bei Northvolt – Prüfersprech vs. Deutsch

Wir Interne Revisorinnen und Revisoren sollen beides tun: prüfen und beraten. Dabei ist die Aufgabe, dieses und jenes zu prüfen, an sich ja kein Problem. Probleme entstehen meist bei dem Part Beratung. Bei Wirtschaftsprüfern ist das Ganze noch um eine Nummer krasser.

Kein Wunder, dass mich ein Zeitungsartikel mit folgendem Titel neugierig gemacht hat:

„Die eigenartige Doppelrolle des Gutachters
Der Fall Northvolt: In Schleswig-Holstein sollte eine riesige Batteriefabrik entstehen,
mit staatlicher Hilfe. Das Projekt scheitert, die Aufarbeitung läuft. Ein Gutachten wirft nun Fragen zur Rolle der Beratungsfirma PwC auf.“

In diesem Podcast beschäftige ich mit dem Artikel und den dortigen Aussagen zum Gutachten.

Wie jede andere Berufsgruppe, hat auch die Interne Revision ihre eigene Fachsprache. Diese scheint den Lesern der Gutachten nicht so geläufig gewesen zu sein. Daher übersetze ich in diesem Podcast die im Artikel genannten Prüfungsurteile in allgemein verständliche Beurteilungen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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#389: Peinlich, peinlich peinlich und die Interne Revision

Unsere Revisionspartner haben jedes Recht, qualitativ minderwertige Arbeit von uns zu bemängeln.

Je peinlicher ein Gespräch mit dem Revisionspartner verläuft, umso mehr gilt es, die eigene Revisionskompetenz weiterzuentwickeln. Dazu gehört allerdings, dass Sie Ihr eigenes Agieren reflektieren und hinterfragen.

Wir sollten nicht zu schnell die Schuld auf den Revisionspartner schieben.
Es könnte durchaus sein, dass wir nicht geschickt genug vorgegangen sind.

Wenn Sie an Ihrer Revisionskompetenz arbeiten wollen, dann melden Sie sich bei mir oder schauen auf meiner Webpage vorbei. Vielleicht ist ja ein passendes Angebot für Sie dabei. Und falls nicht, lassen Sie mich gerne wissen, was Sie vermissen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Zuhören und erfolgreiche Prüfungsprozesse!

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